Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Das Jägerforum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

61

Mittwoch, 1. April 2020, 17:47

Ich glaube, dass ich es eh schon geschrieben habe: diese Geschichte geht scheinbar schon über längere Zeit. Nun wurde ein Exempel der Behörde statuiert um zu zeigen wie es auch gehen könnte. Und natürlich hat das was mit der Jagd zu tun. Wären die Vorgaben der Behörde erledigt worden hätte es nie einen Eingriff ins Jagdrecht und dergleichen gegeben. Für mich stellt sich die Frage: was muss hier falsch gelaufen sein dass die Behörde solche Zwangsmaßnahmen durchführt bzw. durchführen kann? Das sich die Jagdverbände hinstellen und sich davon distanzieren ist für mich fadenscheinig. Warum hat man die Untersuchungen nicht abgewartet? Die wurden anscheinend bereits eingestellt. Für mich hat man sich da medial vor einen Karren spannen lassen ohne alle Fakten gekannt zu haben.

Nehmen wir mal an: Alles war rechtens weil die ansässigen Jäger die Behördenvorgaben ignoriert haben und jetzt das ganze Medial aufpauschen um gegen die verantwortlichen Entscheidungsträger Stimmung zu machen. Wäre das nicht unterste Schublade?
Ich kenne nur eine Seite der Geschichte und nicht alle Fakten und wäre deswegen sehr vorsichtig mit Schuldzuweisungen bzw Aussagen wie " das hätte man auch anders machen können"

62

Donnerstag, 2. April 2020, 00:43

In der Tat, das ist alles feinster Tiroler Schmäh und der vehrte Bürgermeister scheint kräftig mit den Wölfen zu heulen.
Einige Herrschaften sollten sich mal den Schaum vor dem Mund wegwischen und die REALITÄT einigermaßen nüchtern betrachten.
Hier ein Artikel über die Äußerung der Landesregierung, um auf den Boden der Tatsachen zurückzukehren.

https://www.tirol.gv.at/meldungen/meldun…agd-in-kaisers/

Interessant ist grundsätzlich auch mal, um was für ein Revier es sich eigentlich handelte. Ein Genossenschaftsrevier mit ca. 2000 Hektar, welches offensichtlch im vergangenen März 2020 zur Neuverpachtung anstand. Zuständig für die Verpachtung war als Obmann der JG ein gewisser Herr Lorenz, der noch dazu stellvertretender Bürgermeister ist.

https://www.deutsches-jagdportal.de/hunt…r=1%2C2%2C3%2C&

Was man vielleicht auch nicht ganz unter den Tisch fallen lassen sollte: Die Durchseuchung mit TBC lag bei 15% !!! (5 von 33) und nicht bei 3%, was da mal so kolportiert wurde.

Früher gabs mal zwei Pächter dieser Rotwildluxuszucht. Scheinbar gabs Zahlungsprobleme.

Zitat aus öffentlich zugänglicher Quelle:

"Zu Punkt 12: Beratung und Beschlussfassung über die Weiterverrechnung der Beitragsvorschreibungen an die TGKK von € 716,66 und der Kommunalsteuer von € 2.445,01 der Jagd Kaisers von 2012 bis 2015. Der Bürgermeister erläutert die Situation betreffend offener Posten Jagd der Jahre 2012 –2015. Es stehen offene Posten von ca. € 3.000,00 im Raum. Diese wurden vom damaligen Pächter S..... ..... nicht bezahlt. Laut Markus Lorenz gäbe es nur den Fall der Pfändung, vermutlich ist das Geld uneinbringlich"
"Zu Punkt 13: Infos (...) •Jagd Kaisers: Jagdobmann Markus Lorenz erläutert die Situation betreffend Tbc beim Rotwild in Kaisers,fehlende Abschüsse, Errichtung eines Reduktionsgatters, sowie der Kündigung des Jagdpächters Dr. xxxx F....... Im Jänner wird eine Vollversammlung der Jagdgenossenschaft stattfinden"

Die Kündigung eines Pächters fand nach der Erhebung der Verjüngungsdynamik am 19.6.2019 und nach der Entscheidung des Landesverwaltungsgerichtes Tirol statt.

Quelle: https://kaisers-lechtal.at/wp-content/up…-18.12.2019.pdf

Komplette jägerische Unfähigkeit muss wohl die Ursache gewesen sein. Kann man amtlich schwarz auf weiß nachlesen (irgendwo bei Seite 16)


"Die Abschusserfüllungen von Rotwild in der GJ Kaisers waren in den Jahren 2015 bis 2018 immer schlechter werdend und daher musste für das Jagdjahr 2019 der Abschuss empfindlich erhöht und auf 58 Stück festgelegt werden, um das Reduktionsziel von 5 Stück Rotwild pro 100 ha Sommerlebensraum zu erreichen. Gegen diese hohe Abschussquote wurde vom Pächter und dem Jagdschutzorgan eine Maßnahmenbeschwerde beim Landesverwaltungsgericht Tirol eingereicht und dieses hat am 10.09.2019 der Beschwerde insofern Folge gegeben, dass der Adressat für die Mindestabschussanordnung eben wegen mangelnder Erfüllung für diese Aufgabe nicht geeignet wäre und hat daher diese für rechtswidrig erklärt. Die Folge war, dass nach diesem Richterurteil keine Abschüsse von Rotwild durch das bestehende Jagdpersonal mehr möglich waren und in der Folge auch eine Beschlagnahme wegen nicht erlaubtem Abschuss durch den Pächter notwendig wurde. Gleichzeitig hat der Richter in diesem Urteil die Behörde verpflichtet, die vorgeschriebenen Abschüsse mit alternativen Methoden und fachkundigem Personal beizubringen. Um diese schwierige Aufgabe zu lösen, wurden von der Veterinärbehörde intensive Gespräche mit den Eigentümern geführt und der Abschussauftrag letzten Endes dem Eigentümervertreter, gleichzeitig Bürgermeister, Lehrer und Berufsjäger per Bescheid trotz heftiger Bedenken übertragen, der mit fachkundigem Personal seiner Wahl –also auch mit dem Pächter und Berufsjäger-diese Aufgabe bis 15.12.2019 erledigen sollte. Nachdem durch diese Rechtsstreitigkeiten wertvolle Jagdzeit verloren gegangen ist und bis Ende Oktober nicht einmal 50% des Abschusses vorgelegt werden konnte, wurde kurzerhand der Bau eines temporären Reduktionsgatters vom Landesveterinärdirektor zur Umsetzung des Richterurteils beschlossen. Dieses Gatter dient lediglich der Abschusserfüllung für das Jagdjahr 2019 und wird erst bei Nichterfüllung des Abschusses aktiviert und dient nur der Entnahme des fehlenden Abschusses und wird anschließend wieder abgebaut. Damit die behördlichen Maßnahmen nach dem Tierseuchenrecht möglichst nicht zur Anwendung gelangen, wurde die reguläre Schusszeit für die Jagd bis 15.01.2020 verlängert!"


Quelle: https://kaisers-lechtal.at/wp-content/up…nde-Kaisers.pdf

Der ganze Zirkus wurde auch noch von einer Rundschau-Reporterin begleitet. Die schilderte die Bemühungen des vehrten Bürgermeisters (genau der, der jetzt mit den Wölfen heult), wie er offensichtlich jahrelang als Lakei eines gspickten deutschen industriellen Pächters den Abschuß in dieser hochattraktiven Rotwildluxuszucht zu sabottieren versuchte. Da wurde eine "Stiftung für Weltfriedenstechnologie" eingeschaltet, die offensichtlich TBC-erkrankte Wildtiere mit speziell "ionisiertem Wasser" zu heilen versprach. Und wie das eben beim Weltfrieden so ist, dauert das nunmal länger, ggf. so lang, bis der Wald aufgefressen ist ....

Das Gerät müsse man aber leider erst aus China besorgen und das sollte angeblich bis April dauern. Irgendwann hat dann der Herr Landesveterinär völlig ZURECHT die Notbremse gezogen und veranlasst, was völlig richtig (da unausweichlich) war.

Hier noch eine Entscheidung des Tiroler Landesverwaltungsgerichtes v. 10.09.19.

https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Lvwg…3_1235_6_00.pdf

Der Beschwerdeführer wurde wg Nichterfüllung der Abschussvorgaben bereits mehrfach bestraft. Das interessiert natürlich einen deutschen Industriellen nicht. Er hat diese nur sehr mangelhaft und im Zuge der Seuchenbekämpfung völlig unzureichend erfüllt.

Interessant auch dieser Artikel:

https://www.rundschau.at/schlaegt-kaiser…ativen-weg-ein/

Alles in Allem betrachtet denke ich, dass schon ein hohes Maß an jagdlicher Verblendung und Realtitätsvwerweigerung vorhanden sein muss (oder vielleicht auch nur brutalsmögliche Verlogenheit), um hier auf den Landesveterinär zu schimpfen.
WMH und Ho´ Rüd´ Ho´
Eibenschnitzer

-------------------------------------------------------------------------------------------
«Wer nicht liebt Wein, Weib, Gesang, der bleibt ein Narr sein Leben lang.»
[ Johann Heinrich Voss (1751-1826)]

63

Donnerstag, 2. April 2020, 08:46

Also mich überrascht das jetzt völlig.
Nein wirklich. Ich bin schockiert.
Hätte ich doch den Jägern vor Ort alles geglaubt, wie jeden der mit den Behörden bei Rotwild Probleme hat und ein Zimmer voller 1er Hirsche.

Warte...
10
9
8
7
6
5
4
3
2
1

Jetzt kommt wieder irgendwer daher einer mit irgendeinem Argument und dass das so nicht passieren darf!!!



"Zufällig"hab ich mir das Video nicht angeschaut.

Wenns das Zölibat nicht gäbe wären manche neben Lehrer, Bürgermeister, Hegeringleiter noch Pfarrer auch.



Applaus Applaus.

Man folgt halt immer der Regel. So viel Kahlwild wie möglich dann stehen die Hirschen in der Brunft bei mir.
Naja das Radl habens eben auch nicht neu erfunden.

64

Donnerstag, 2. April 2020, 09:46

Landesveterinär Kössler, Zitat aus dem Link von Eibenschnitzer:

"Wir werden deshalb das ausstehende Rotwild so rasch wie möglich im
bereits errichteten Wildgatter mit entsprechend ausgebildeten und
erfahrenen Personen tierschonenderlegen."
--------------

Als Jurist weiß ich, dass jeder die SAche immer aus seiner Sicht sieht. die "WArheit" liegt meist irgendwo dazwischen.

--------------------------

Aber egal, wie gerechtfertigt die "REduktion" war: Wenn Jäger es gutheißen, dass ein einzelner Schütze bei Nacht und Nebel länger als eine halbe Stunde in ein kleines Gatter ballert und damit das Wild in totale Panik versetzt, dann ist mir das absolut unverständlich. Und als Sohhn eines Fleischhauers lasse ich mir bestimmt nicht einreden, dass man das nicht anders erledigen kann.

Jagdfreund

65

Donnerstag, 2. April 2020, 09:52

Wie hättest du es gemacht bei Wildtieren? Größeres Gatter dafür Schüsse über einen längeren Zeitraum? Eie in einem Schlachthof? Wie?? Das habe ich von keinem gelesen der es kritisierte?
Es wird über die ausführenden Organe geschimpft aber die Verursacher können schön auf die Weidgerechtigkeit pochen und das nichts mit Jagd zu tun hat.

Wenn jeder seine Aufgaben erledigt hätte wäre es doch nie soweit gekommen, oder täusche ich mich???

66

Donnerstag, 2. April 2020, 11:03

Behördlich genhmigter Abschuss

Wie hättest du es gemacht bei Wildtieren? Größeres Gatter dafür Schüsse über einen längeren Zeitraum? Eie in einem Schlachthof? Wie?? Das habe ich von keinem gelesen der es kritisierte?
Es wird über die ausführenden Organe geschimpft aber die Verursacher können schön auf die Weidgerechtigkeit pochen und das nichts mit Jagd zu tun hat.

Wenn jeder seine Aufgaben erledigt hätte wäre es doch nie soweit gekommen, oder täusche ich mich???

Ich werde jetzt sicher nicht hier im Forum ein Szenario ausbreiten, wie man das schonender hätte machen können. Der Bürgermeister hat im Video eine Möglichkeit vorsichtig angedeutet, wollte aber verständlicher Weise auch keine detaillierten Beschreibungen abgeben. So etwas kann man nicht in der Öffentlichkeit abhandeln. Auch wenn es um ganz legale Maßnahmen geht.

Meiner ERahrung nach als Jurist und langjähriger Hochschul-Lektor für Konfliktmanagement sagt mir, dass meistens beide Seiten an einem Konflikt schuld sind. Wenn der Konflikt schlecht gemanagt wird, -verstricken sich beide Parteien so sehr darin, dass man nicht mehr heraus findet und dann kommt es oft zu harten Maßnahmen, Gerichtsverfahren etc. Es würde mich nicht wundern, wenn das auch hier passiert wäre. Die Gerichtssääle sind voll von solchen Szenarien und die Anw#älte leben gut davon.

Jagdfreund

67

Donnerstag, 2. April 2020, 15:37

Ich habe noch nie detaillierte Szenarien bekommen auf die direkte Frage wie hättest du es besser gelöst. Es wird immer davon geredet das man das anders, besser usw. lösen hätte können. Eine wirkliche detaillierte Vorgangsweise wird meist schuldig geblieben.

Nochmal: die Aussenwirkung ist fatal und es ist nicht das, was ich mir unter einer Jagd vorstelle. Trotzdem hat es mit der Jagd zu tun. Denn wenn behördliche Vorgsben nicht erfüllt werden, werden sie mit Zwangsmaßnahmen durchgesetzt. Das sind dann halt keine schönen Bilder. Aber nochmal :.warum musste zu solch drastischen Schritten gegriffen werden? Jetzt haut man auf die durchführenden Organe hin und tritt medial mächtig nach...geht ja leicht und die Landesjagdverbände stimmen brav ein im Chor der Selbstgerechten. Das aber dort jahrelang Fehler bzw. die Abschüsse angeblich seit Jahren nicht erfüllt wurden das wird von niemanden kritisiert.
PS: Falls ich den Artikel finde wo das mit den nicht erfüllten Abschüssen drinnen steht, stelle ich in ein.

68

Donnerstag, 2. April 2020, 22:49

Behördlich genhmigter Abschuss

Lieber Wolpertinger, ich kann mich nur wiederholen:

Ich glaube gerne, dass auf Seiten des zuständigen Revierpächters Fehler und Versäumnisse - vielleicht sogar sehr schwere, jahrelange Versäumnisse - gegeben hat. Vielleicht waren die Versäumnisse auch so arg und provokant, dass die Behörde die Nerven verloren hat und diese Aktion angeordnet hat.

Das alles ändert aber für mich nichts daran, dass eine Veterinärbehörde im Namen des Staates ,meiner Ansicht nach keinesfall so eine brutale tierquälerische Aktion anordnen darf. So sehe ich es, als Jurist und Sohn eines Fleischhauers, der bestimmt nicht besonders zimperlich ist. Wenn anders es anders sehen, von mir aus ................

Es gibt veschiedene Szenarien, wie man das anders hätte lösen könnnen. Aber ich lasse mich hier im Forum sicher nicht auf eine Diskussion darüber ein. Da bitte ich um Verständnis.


Jagdfreund

69

Freitag, 3. April 2020, 10:02

Es gibt veschiedene Szenarien, wie man das anders hätte lösen könnnen. Aber ich lasse mich hier im Forum sicher nicht auf eine Diskussion darüber ein. Da bitte ich um Verständnis


Einmal war die Sprache von betäubenden Substanzen im Futter im Gatter, das ist schon sehr weit hergeholt :D
Da geh ich jede Wette ein dass sie das merken und das Gatter recht schnell wieder verlassen.

Man hätte das Gatter anders planen können, die rechteckige Form war wohl nicht optimal. Die starken Hirsche hätte man, da sie noch auf hatten auch daran hindern können hineinzuwechseln. Spießer und 3er wirst immer mit drinnen haben.

Aber so oder so - ein Gemetzel ist das immer :whistling:

Wmh

70

Freitag, 3. April 2020, 16:15



Es wird schon einen Grund haben warum die Verfahren eingestellt wurden...vermutlich weil es doch nicht so viele Alternativen gab...

Du bist Sohn eines Fleischhauers.....hast du auch selbst geschlachtet? Ich schon. Du verweist weiters ständig darauf dass du Jurist bist oder warst.....dann weißt du doch vermutlich besser als ich, wie solche behördliche Verfahren ablaufen.

Mich stört es einfach, dass jeder mit Schaum vor dem Mund auf die Behörde und die durchführenden Organe schimpft. Selbst aber keine Argumente bringt wie es eventuell anders gemacht werden hätte können. Ob es besser wäre liegt auch wieder im Auge des Betrachters.

71

Freitag, 3. April 2020, 17:01

Jetzt bin ich auf die kommende Antwort gespannt.
Wmh. franzl 54

Junges Weib und warme Betten, so manchen Bock das Leben retten !

Steht der Abzug richtig trocken, haut`s die Wildsau aus den Socken !

72

Freitag, 3. April 2020, 17:07

Ich nicht.
Ich sage von Anfang an, wir haben zu wenig Einblick in das was dort vorgegangen ist, außerdem haben viele von uns keine Ahnung von der dortigen Rotwildproblematik.
Es gibt Gerichte, die werden das klären.
Schön ist es nicht. Aber für ein Urteil fehlen vermutlich den meisten von uns die vollumfassensen Informationen.
Lasst gut sein, ein hin und her bringt uns auch nicht weiter.

73

Samstag, 4. April 2020, 02:07

Ich stimme Dir voll zu. Ein "Hin und Her" bringt uns nicht weiter. Wir können aber alle daraus etwas lernen:

1. Abschußvorgaben sind zu erfüllen und zwar ohne "wenn und aber"!

2. Wer es nicht kann oder auch nicht will, der darf eine solche Jagd nicht pachten.

3. Wer trotzdem pachtet und züchtet, sich einen Dreck um seine Verpflichtungen schert, der trägt die alleinige Verantwortung für die Folgen und eben NICHT ein Landesveterinär, ein Richter, Förster oder ein sonstiger "hoheitlicher Vollstrecker". Das möchte ich mal ausdrücklich unterstreichen, um die in Teilen doch sehr verlogene Heuchelei über die Vorkommnisse wieder vom Kopf auf die Füße zu stellen.

4. Mehr und mehr werden sich auch die Gstopften daran gewöhnen müssen, dass Jagd kein gefälliger Selbstzweck ist, sondern ausschließlich im Dienste der Natur an ökologischen Bedürfnissen auszurichten ist, damit Wald und Wild gesund bleiben oder werden. Dann haben nämlich alle was davon. Die Natur, die Wuidbradla und die vielen kleinen Grundeigentümer.
WMH und Ho´ Rüd´ Ho´
Eibenschnitzer

-------------------------------------------------------------------------------------------
«Wer nicht liebt Wein, Weib, Gesang, der bleibt ein Narr sein Leben lang.»
[ Johann Heinrich Voss (1751-1826)]

74

Samstag, 4. April 2020, 10:29

Behördlich genhmigter Abschuss

Lasst gut sein, ein hin und her bringt uns auch nicht weiter.

Sehe ich auch so. Wir werden uns ganz offfensichtlich gegenseitig nicht überzeugen. Jedenfalls nicht jetzt.

Wir waren ja schon vor einiger Zeit an diesem Punkt, aber die Stellungnahme des Bürgermeisters hat dann doch die Diskussion wieder belebt. Dazu ist ja ein Forum auch da.

Wmheil Jagdfreund

75

Sonntag, 5. April 2020, 01:28

Landesveterinär Kössler, Zitat aus dem Link von Eibenschnitzer:

"Wir werden deshalb das ausstehende Rotwild so rasch wie möglich im
bereits errichteten Wildgatter mit entsprechend ausgebildeten und
erfahrenen Personen tierschonenderlegen."
--------------

Als Jurist weiß ich, dass jeder die SAche immer aus seiner Sicht sieht. die "WArheit" liegt meist irgendwo dazwischen.

--------------------------

Aber egal, wie gerechtfertigt die "REduktion" war: Wenn Jäger es gutheißen, dass ein einzelner Schütze bei Nacht und Nebel länger als eine halbe Stunde in ein kleines Gatter ballert und damit das Wild in totale Panik versetzt, dann ist mir das absolut unverständlich. Und als Sohhn eines Fleischhauers lasse ich mir bestimmt nicht einreden, dass man das nicht anders erledigen kann.

Jagdfreund



Wie viele Jäger in Österreich und Deutschland mag es wohl geben, die sich über den Tiroler Fall bigottisch entrüsteten und tags darauf entweder selber oder durch ihre Frauen in den Supermärkten günstige tierische Produkte oder Fisch erwerben, deren Produktion, Herkunft, Transport, etc. alles andere als das Prädikat "tierschonend" verdient hätte?

Wie viele Jäger in Österreich und Deutschland mag es wohl geben, die sich die Jagd - insbesondere auf den Hirschen (und die Trophäen)- nur leisten können, weil sie anderswo die Sonderangebote nutzen und eben gerade NICHT beim kleinen Biobetrieb kaufen, der tierschonend / ökologisch produziert und tötet (betäubt und entblutet), bevor das Tier dann zum Zerlegen in die Metzgerei abtransportiert wird?

Millionen von Tieren werden unter erheblicher Stressbelastung tage- und wochenlang lebend transportiert, verladen, geschlachtet, damit die Menschen ihr Fleisch günstig bekommen, welches sie sich "tierschonend" erzeugt und geschlachtet - wenn überhaupt - nur leisten könnten, wenn sie an anderer Stelle Verzicht übten, den sie nicht üben wollen.

Wie lange hat die Keulung in dem Gatter noch einmal gedauert? Eine halbe, dreiviertel Stunde? Unter den gegebenen Umständen und zu beachtenden Rahmenbedingungen war das tierschutzgerecht. Andernfalls hätte es schon lange personelle Konsequenzen oder zumindest strafrechtliche Ermittlungen gegeben. Staatsanwaltschaftliche Ermittlungen gegen den Landesveterinär sind mir nicht bekannt.

Bigotterie und Pseudomoral sind zwar menschlich, bleiben aber unschön. Und gerade als Jurist muss man die Dinge mit einer gewissen Distanz zur Kenntnis nehmen und in seiner Bewertung Gefühlsdusselei und Sachverstand beinhart auseinander halten. Ein Jurist bleibt ein Jurist und wenn er es aufgibt, einer zu sein, wird es gefährlich.
WMH und Ho´ Rüd´ Ho´
Eibenschnitzer

-------------------------------------------------------------------------------------------
«Wer nicht liebt Wein, Weib, Gesang, der bleibt ein Narr sein Leben lang.»
[ Johann Heinrich Voss (1751-1826)]

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Eibenschnitzer« (5. April 2020, 01:42)


76

Sonntag, 5. April 2020, 23:16

Behördlich genhmigter Abschuss

Bigotterie und Pseudomoral sind zwar menschlich, bleiben aber unschön. Und gerade als Jurist muss man die Dinge mit einer gewissen Distanz zur Kenntnis nehmen und in seiner Bewertung Gefühlsdusselei und Sachverstand beinhart auseinander halten. Ein Jurist bleibt ein Jurist und wenn er es aufgibt, einer zu sein, wird es gefährlich.

Lieber Mann, halte dich gefälligst ein wenig zurück. Ich habe dich auch nicht beleidigt, sondern habe vorgeschlagen, die Diskusssion zu beenden, weil wir uns nicht überzeugen.

Jagdfreund

77

Montag, 6. April 2020, 01:37

Bigotterie und Pseudomoral sind zwar menschlich, bleiben aber unschön. Und gerade als Jurist muss man die Dinge mit einer gewissen Distanz zur Kenntnis nehmen und in seiner Bewertung Gefühlsdusselei und Sachverstand beinhart auseinander halten. Ein Jurist bleibt ein Jurist und wenn er es aufgibt, einer zu sein, wird es gefährlich.

Lieber Mann, halte dich gefälligst ein wenig zurück. Ich habe dich auch nicht beleidigt, sondern habe vorgeschlagen, die Diskusssion zu beenden, weil wir uns nicht überzeugen.

Jagdfreund


Entschuldige bitte! Ich wollte Dich nicht beleidigen. Ich wollte damit lediglich zum Ausdruck bringen, dass man Wahrheiten insbesondere als Jurist zur Kenntnis nehmen muss, selbst wenn sie einem nicht schmecken. Ich habe viele Informationen eingestellt, die Du sehr leicht überprüfen kannst. Nach wie vor jedoch hast Du Deine Brille auf und ignorierst das. Bei allem gebotenen Respekt, aber es geht an der Stelle nicht um "Überzeugung" sondern um Einsicht aufgrund der Faktenlage. Wenn Du diese Kritik als beleidigend empfunden hast, tut es mir leid! Es war absolut nicht meine Absicht.

Die Maßnahme war unschön, aber rechtlich ganz offensichtlich völlig korrekt und nach Lage der Fakten juristisch einwandfrei nachvollziehbar. Ein Behördenleiter hat bei Anordnung nicht nur die Rechtslage sondern auch wirtschaftliche Aspekte der Maßnahme hinreichend abzuwägen und zu würdigen, da er sich andernfalls angreifbar macht, wenn es um öffentliche Gelder geht. Mehr lässt sich seriös aus heutiger Sicht zu dem Vorgang in Tirol nicht sagen.
WMH und Ho´ Rüd´ Ho´
Eibenschnitzer

-------------------------------------------------------------------------------------------
«Wer nicht liebt Wein, Weib, Gesang, der bleibt ein Narr sein Leben lang.»
[ Johann Heinrich Voss (1751-1826)]

78

Montag, 6. April 2020, 09:16

Behördlich genhmigter Abschuss

Ich wollte damit lediglich zum Ausdruck bringen, dass man Wahrheiten insbesondere als Jurist zur Kenntnis nehmen muss, selbst wenn sie einem nicht schmecken. Ich habe viele Informationen eingestellt, die Du sehr leicht überprüfen kannst. Nach wie vor jedoch hast Du Deine Brille auf und ignorierst das.

Dein Entschuldigung nehme ich gerne an. Danke !

Nur so viel: Jeder von uns hat seine "Brille" auf und niemand von uns hat die WAhrheit gepachtet. Ich nicht und du nicht. ... Wie ich weiter oben schon geschrieben habe: Die "Wahrheit" liegt meistens irgendwo in der Mitte. Daher plädiere ich noch einmal für eine Ende der Debatte um dieses Gatter. Wir werden uns nicht überzeugen.

Jagdfreund

Zurzeit ist neben Ihnen 1 Benutzer in diesem Thema unterwegs:

1 Besucher