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Mittwoch, 4. November 2020, 14:51

Was ist denn im Burgenland los....

Zitat

Jagdgesetznovelle 2020

Seit 8. Oktober liegt ein Gesetzes-Entwurf zur neuerlichen Novellierung des Bgdl. Jagdgesetzes 2017 zur Begutachtung auf. Die wichtigsten Änderungen finden Sie in der Mitglieder Information des Vorstandes bzw. in der Unterstützungserklärung.

Darin enthalten sind unter anderem folgende wesentliche Änderungen, die den Bgld. Landesjagdverband sowie die Jägerinnen und Jäger des Burgenlandes massiv betreffen:



Wegfall Bezirksjägermeister als Organ des Bgld. Landesjagdverbandes (die Bezeichnung Bezirksjägermeister wird dem BLJV weggenommen)
dadurch Wegfall der bisherigen Kompetenzen des Bezirksjägermeisters des BLJV:

- Anhörungsrecht bei Erstellung des Abschussplanes und bei Wildschutzgebieten

- Prüfungskommission Jungjäger/Jagdschutzorgane

- Einsichtnahme in die Abschusslisten während des Jagdjahres

- Kommissionsmitglied bei der Trophäenbewertung

- Wegfall Bezirksgeschäftsstellen des BLJV (Organisation des Jagdkurses,
Organisation der jagdlichen Veranstaltungen und der Öffentlichkeitsarbeit im Bezirk)

- Wegfall der direkten Ansprechperson im Bezirk

Installation eines „für das Jagdwesen zuständiges Organ“ bei jeder BH

Dieses Amtsorgan übernimmt Kompetenzen des Bezirksjägermeisters bei Jagdprüfung, Jagdschutzorgan-Prüfung, sonstige Kompetenzen sowie Bestellungsvoraussetzungen sind unklar. Vorgesehene Bezeichnung: Bezirksjägermeister !!!



Kompetenzverlust der Hegeringleiter:
- Betreten der Reviere des Hegerings zur Kontrolle

- Kontrolle der Einhaltung der Fütterungsbestimmungen
- Meldung von Hegeabschüssen künftig an die BH

Wahl von zwei Vertretern des Bezirkes am Bezirksjagdtag, die den Bezirk im Ausschuss des BLJV vertreten sowie als Mitglieder des Bezirksjagdbeirates fungieren (diese ersetzen BJM und BJM-Stv., heißen aber nicht mehr so!)

Der Bezirksjagdtag wäre künftig vom Landesjägermeister zu organisieren.



Trophäenbewertung:
- Organisation durch die BH
- Bewertung erfolgt durch den Hegeringleiter, einem Vertreter der zuständigen BH und
einem Vertreter einer anderer BH (ohne gesetzlichen Qualifikationsnachweis)



Wildfütterung:
- von 1. Oktober bis 31. März möglich (bisher: 1. Jänner bis 30. April bei Notzeit)
- neu: blattreiches Heu bzw. Grummet, Grassilage, Maissilage, Kraftfutter und Heu



Wildschäden unter 10 % (gemessen am Gesamtwert der Kultur) der Fläche des betroffenen Schlages sind generell nicht zu ersetzen (=Schadensschwelle).



Erhöhung der Jagdabgabe:
- jährlich im Folgejahr mit Ende März fällig, Bestimmung für verpachtete Jagden:
- 30 % des Jagdwertes (=Pachtbetrag + Nebenleistungen) (bisher 2 %)
- Mehrheit der Pächter mit Hauptwohnsitz im Jagdbezirk/Nachbarjagdbezirk und
Pachtbetrag über EUR 25,- pro Hektar: 20 %
- Mehrheit der Pächter mit Hauptwohnsitz im Jagdbezirk/Nachbarjagdbezirk und
Pachtbetrag unter EUR 25,- pro Hektar: 10 %
- 90 % der Abgabe gehen ans Land Burgenland (ohne Zweckwidmung)



Der Bgld. Landesjagdverband war in die Vorarbeiten zur Novelle nicht eingebunden und wurde mit fertigen Gesetzesvorschlägen konfrontiert. Als Selbstverwaltungskörper, der zur Effizienz verpflichtet ist und als Interessensvertretung unserer Mitglieder können wir den geplanten Änderungen nicht zustimmen!


In mehreren Gesprächen des Vorstandes mit dem Landeshauptmann bzw. dem Landesrat konnten nur bei einigen Punkten Anpassungen erzielt und dabei folgende Vorschläge abgewendet werden:

Auflösung des BLJV als KÖR (Körperschaft öffentlichen Rechts) samt Pflichtmitgliedschaft
Erhöhung der Kosten für die Jagdkarte sowie die Jagdgastkarte
Verlust der Hegeschau
Prüfungskommission ohne Teilnahme Vertreter BLJV



Daher werden unter anderem folgende Forderungen gestellt (beachte auch Unterstützungserklärung):

Aufrechterhaltung bzw. Wiederherstellung der Funktionärsebene „Bezirksjägermeister“ im Bgld. Landesjagdverband

Beibehaltung der Funktionärsbezeichnung „Bezirksjägermeister“ als Organ des BLJV

Beibehaltung der Vertretung des jeweiligen Jagdbezirks durch den Bezirksjägermeister (Abschussplanbesprechung, Trophäenbewertung, Prüfungskommission)

Ablehnung der Erhöhung der Jagdabgabe.



Der Bgld. Landesjagdverband befürwortet aber die vorgesehenen Änderungen im Bereich der Wildfütterung und des Wildschadens!

Quelle:bgld Landesjagdverband

Wer nicht liebt Wein und Weiber,
der wird niemals Jäger, bleibt immer Treiber.

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Mittwoch, 4. November 2020, 22:46

Was ist im Burgenland los ?

ich verfolge Burgenland nur am Rande. Offenbar gibt es da eine eher rabiate Landesrätin, die für die Jagd zuständig ist und kein gutes Einvernehmen mit den jagdlichen Funktionären hat.

Da scheint es vor allem um politische Differenzen zu gehen ......................
In Ländern wie NÖ, wo die Jagdfunktionäre wohl meistens der gleichen Partei angehören wie die Landesregierung, funktioniert das natürlich besser, reibungsloser

Jagdfreund

3

Donnerstag, 5. November 2020, 10:22

Nennen wir es doch beim Namen: Frau Eisenkopf scheint die Jäger/die Jagd nicht zu mögen und nutzt ihre politische Position dazu,
diesen das Leben immer schwerer zu machen. Siehe ihren Managementplan Schwarzwild!!!

Pampam

Schwarzwildjäger

Beiträge: 389

Beruf: Pensionist

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4

Donnerstag, 5. November 2020, 23:13

Das Burgenland wird parteipolitisch und nicht menschenbezogen regiert, so wie leider alle anderen Bundesländer auch. Ich möchte mich auch sofort als keiner Partei zugehörig outen. Deshalb missbillige ich auch Parteipolitik in einer Gemeinde. Speziell in den kleinen Orten sollte es um die Menschen gehen und nicht um die Wünsche und Vorlieben diversen Parteien. Was den politischen Angriff der „burgenländischen Landespartei“ auf den Jagdverband angeht, ist das genauso verwerflich wie die Parteipolitik in den Gemeinden.
Aber was interessiert die Meinung von einem so kleinem und ungebildetem Licht wie ich eines bin einen Landeshäuptling oder eine jagdlich so versierte und studierte Landesrätin!

WMH Gerhard

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Freitag, 6. November 2020, 13:12

Wenn Politik in die Jagd eingreift wundert mich nicht das da nur Mist dabei rausschaut. Will sich doch nur ein jeder profillieren der von der Materie keine Ahnung hat.

Sind ja alles Sautrottelexperten die da am werken sind die glauben die Weisheit mit dem Löffel gefressen zu haben.

Weidmannsheil
Manfred
Man kann nur jenes Stück Wild erbeuten welches für einem gewachsen ist

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Freitag, 6. November 2020, 13:24

Aber Donnerrohr, solche Worte aus deiner Feder. 8)
Wmh. franzl 54

Junges Weib und warme Betten, so manchen Bock das Leben retten !

Steht der Abzug richtig trocken, haut`s die Wildsau aus den Socken !

7

Samstag, 7. November 2020, 13:53

Franzl das stimmt, leider war es beim letzten mal noch ärger mit dem VGT-Heini der die Frau Dunst damals beraten hat und vom tuten und blasen keine ahnung auch nur Ansatzweise hat.


Man kann bald sagen das versauen hat Tradition.

Weidmannsheil
Manfred
Man kann nur jenes Stück Wild erbeuten welches für einem gewachsen ist