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1

Dienstag, 15. Dezember 2020, 13:46

Jagdgatter und Auswilderung

Ich setze hier die Diskussion über Gatter und Auswilderung fort, die sich im Thread "Wild und Winter" entwickelt hat.

Jagdfreund

2

Dienstag, 15. Dezember 2020, 13:52

Jagdgatter und Auswilderung

Zitat





Zitat von »Jagdfreund«





Und einzelne schwarze Schafe haben das ihre dazu getan: Mennsdorf-P.
hat vor 2 oder 3 Jahren angeblich vor der Gatterjagd noch Wild ins
Gatter gebracht. Davon gab es auch Fotos


Donnerrohr:

Solltest dich mal erkundigen wie es wirklich war


Weidmannsheil


Manfred

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Donnerrohr, du kanst uns ja berichten, wie es wirklich war. Ich kenne "nur" die Berichte aus den Medien. Dabei war ich nicht. Aber wo ist man schon wirklich persönlich dabei ? Da dürfte an sich ja zu fast gar nichts äußern.

Also kläre uns bitte auf.

Jagdfreund

3

Dienstag, 15. Dezember 2020, 14:28

Also ich kennen nur ein Gatter mit 1.200 ha, einer der Pächter meinte, die Bauern rund herum wollen auf keinen Fall, dass er die Zäune öffnen muss.
Mein kleines Restaurant im 8. Bezirk www.muschelnundmehr.at
Unser Haus in Schweden http://huswaneck.jimdo.com/

4

Dienstag, 15. Dezember 2020, 14:52

Jagdgatter und Auswilderung

lso ich kennen nur ein Gatter mit 1.200 ha, einer der Pächter meinte, die Bauern rund herum wollen auf keinen Fall, dass er die Zäune öffnen muss.

Ja, das ist wohl bei vielen Gattern so, wenn im Gatter viel Wild ist. ......

Ich sehe Gatter so: Im Vergleich zur "modernen" Massentierhaltung ist ein Gatter wohl ein tiefreundliches Freigehege, im Vergleich zur Jagd in wirklich freier Wildbahn ist es "eingesperrtes" Wild, egal wie groß das Gatter ist. Die Wilddichte ist fast immer unnatürlich groß und die Fluchtmöglichkeit begrenzt.

Ich persönlich möchte nicht in einem Gatter auf Wildtiere schießen, die getrieben werden. für mich ist das kein "Jagen", wie ich es verstehe. Anders würde ich es sehen, wenn Wild in einem Gatter gehalten und dann - möglichst tierschonend - getötet und verwertet wird. DAs macht man ja auch in der Massentierhaltung - dort aber zum Teil tierquälerisch.

Und so sieht es scheinbar ein großer Teil der Bevölkerung. Schießen auf Wild, das im Gatter getrieben wird, empfinde ich als unwaidmännisch. Über den Ansitz in einem größeren Gatter mit einer vernünftigen Wilddichte kann man mit mir diskutieren.

Jagdfreund

5

Dienstag, 15. Dezember 2020, 21:06

Was Jagdgatter und Co betrifft möchte ich hier keine Stellung beziehen, da ich mich damit wenig bis nicht auseinander gesetzt habe. Weil der Thread aber auch die Auswilderung anspricht würd ich dazu gern was sagen.

Prinzipell bin ich dafür das man den Niederwildbesatz, dort wo es Sinn macht, sprich das Wild einen geeigneten Lebensraum hat und sich auch selbst reproduziert, zur Unterstützung aufzüchtet und aussetzt. Das damit die Bejagung von solchen Flächen in den ersten Jahren ausfällt sollte klar sein, weil ja das Ziel sein sollte einen stabilen und abschöpfbaren Besatz zu haben ist.

Was leider immer wieder unter dem Begriff Auswildern betrieben wird ist die kommerzielle Jagd auf Fasan und Co. Mir graust es, wenn man von Geschichten hört wo Fasane 2 Tage vor der Jagd ins Revier gebracht werden nur um dann erlegt zu werden. Das hat mit dem Bild, das ich von der Jagd habe und welches ich versuche nach außen zu vertreten nichts zu tun. Und ich denke auch das sich die Jägerschaft damit selber ein schlechtes Image auferlegt.

6

Dienstag, 15. Dezember 2020, 22:50

Jagdgatter und Auswilderung

Ikaros, ich stimme dir absolut zu !

es heißt ja "Die Dosis macht das Gift": Viele Substanzen sind in kleinen dosen Medizin, im Übermaß aber Gift. Ähnlich ist es mit der Hege von Niederwild.

Ein Großonkel von mir hat 1958 ein Buch über Rebhuhn-Hege geschrieben. So etwas befürworte ich unbedingt............................. Aber in der Heimatgemeinde meiner Frau im Nordburgenland sehe ich seit vielen Jahren die sogenannte "Auswilderung" von Fasanen, in einem Revier, das ohnehin einen hervorragenden Niederwild-Bestand hat. ........ Ein Trauerspiel, das dem Image der Jagd enormen Schaden zufügt.

Jagdfreund

7

Mittwoch, 16. Dezember 2020, 10:07

Jagdgatter und Auswilderung

Donnerrohr hat zu M-P. geschreiben: "Solltest dich mal erkundigen wie es wirklich war"
Donnerrohr, du kanst uns ja berichten, wie es wirklich war.
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DAs ist ernst gemeint von mir, Donnerohr: Ich weiß, dass Medien viel Unsinn schreiben und lasse mich gerne eines Besseren belehren, wenn jemand dabei war oder sonst genaueres weiß. Mein bisheriger Eindruck aus den Medien und aus Erzählungen eines Freundes, der auch einmal bei Mennsdorf-P. zur Jagd eingeladen war, sind nicht sehr positiv.


Aus meiner Sicht tut er dem Image der Jagd nichts Gutes .......................... Wenn man beobachtet, wie Mayr-Melnhof in Salzburg über sein Gatter und die Jagd allgemein spricht, - kein Vergleich

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Aber wie gesagt, wenn ich mich irre, lasse ich mich gerne überzeugen.

Jagdfreund

8

Mittwoch, 16. Dezember 2020, 10:47

So das ist ja jetzt schon einige Zeit her als sich das ganze mit dem Balluch abspielte, sage auch gleich dazu das ich beide persönlich kenne.


Das Wild wurde Zeitgerecht von einem Zuchtgatter in das Jagdgatter überstellt.

Der VGT hat unlängst wieder ein Video hochgeladen wo behauptet wird wie klein das Gatter ist laut deren Aufnahme was definitf nicht stimmt da ich das Gatter kenne und die Aufnahme mit der Drohne mal gerade die Einfahrt zeigt, soviel mal zu dem Verein.

Interessanterweise gibt es keine Berichte von den unzähligen anderen Gattern in der Gegend da sie keinem bekannten Bürger gehören und man damit so gut wie keine Werbung für den Verein damit machen kann.


Weidmannsheil
Manfred
Man kann nur jenes Stück Wild erbeuten welches für einem gewachsen ist

9

Mittwoch, 16. Dezember 2020, 11:16

Jagdgatter und Auswilderung

Danke Donnerrohr !
Ja, ich habe den Eindruck Baluch und sein Verein sind Fanatiker, die kein Maß kennen und natürlich nicht seriös berichten. Und vielleicht haben sich da auch schon persönliche Feindschaften aufgebaut, die nicht mehr sachlich begündbar sind.

Ich verfolge, was Balluch im Nordburgenland für Aktivitäten setzt - da kenne ich die Situation persönlich gut. Dort sehe ich es so: Balluch übertreibt natürlich gewaltig, aber manche Pächter legen ihm gewissermaßen auch manchmal einen Elfer auf: Sie verstoßen immer wieder gegen Vorschriften, obwohl das gar nicht nötig wäre. Da ist so viel Niederwild, dass man auf fragwürdige Auswilderungen leicht verzichten könnte. Aber die hohen Herren bekommen einfach nicht genug. ................ und schaden damit dem Image der Jagd. ich kenne dort den langjährigen Berufsjäger. Sogar dem war manches schon unangenehm. Außerdem hat man viele eineimische Jäger nach Ungarn verdrängt, was auch nicht zu Beliebtheit und zum guten Image beiträgt.

Mit ein wenig Vernunft könnte man Balluch den Wind aus den Segeln nehmen ................ aber bei manchen Herren habe ich das Gefühl, dass sie schon aus Prinzip nicht vom hohen Ross herunter steigen wollen.

Jagdfreund

10

Gestern, 00:55

Jagdgatter im Burgenland

Gatterjagd: Volksabstimmung kommt


Der Verein gegen Tierfabriken (VGT) hat die für eine
Volksabstimmung im Burgenland notwendigen Unterschriften gesammelt: Am
Donnerstag werden 14.500 Unterschriften gegen die Gatterjagd übergeben,
hieß es in einer Aussendung.

https://burgenland.orf.at/stories/3086248/
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Da es im Burgenland politischen Streit umd das Jagdrecht gibt, bin ich neugierig, wie das ausgeht .............. Vielleicht stimmen da manche anders, als sie eigentlich denken, um der gegnerischen Partei eins auszuwischen. ................

Jagdfreund