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21

Freitag, 24. September 2021, 17:06

Da wir in Tirol noch kein Schwarzwild haben, kann ich hier leider keinen Input liefern, jedoch kann ich mir schon vorstellen, dass eine Drohne bei der Maisjagd sinnvoll eingesetzt werden kann. z.B. um zu prüfen ob sich überhaupt Wild im Mais aufhält oder nicht. Falls nicht kann immer noch Beginn der Standort gewechselt werden und die Jäger stehen nicht "umsonst" am Maisschlag.

Auch kann ich Eibenschnitzer im folgenden Punkt mehr als nur zustimmen "Ich weis selbstverständlich auch, dass man Jagd auch so ausüben kann, wie Du es früher in OÖ gemacht hast. Heute jedoch sieht die Welt anders aus. Das starke Interesse am Jagdschein befördert die Entwicklung massiv, dass in unseren Wäldern und Feldern in der Hauptsache immer mehr "bewaffnete Naturromantiker" herumlaufen werden, die im Einzelfall nicht großartig etwas zur Reduktion beitragen, aber Unruhe bringen. Jagd wird aber immer schwerer und das heißt auch, dass man Leute dazu braucht, die v. a. viel viel Zeit haben und bei denen die Jagd nicht ein Hobby unter vielen anderen Freizeitbeschäftigungen darstellt, die man halt neben Frau, Kindern und einem anspruchsvollen Beruf auch noch so ein bisserl nebenbei macht, damit man schön entspannen und die Waidheiligkeit hochleben lassen kann, damit aber Gegenteiliges erreicht"

Dieses Thema sehe ich bei uns mehr als nur deutlich beim Thema Kahlwild. Es wird immer heimlicher, was jedoch nicht daran liegt, dass es immer weniger Wild gibt oder viele Wanderer am Weg sind, sondern wird zum Großteil auf die falsche Jagdstrategie gesetzt. Z.B. wird ein einzelnes Kalb aus einem starken Rudel geschossen mit dem Effekt, dass ein Stück liegt und 8 andere vergrämt wurden. Dieses Handeln hilft jedoch nicht weiter wenn in der Zeit vom 15.5 -31.12 zum Teil in den größeren Revieren 50+ Stk Kahlwild auf dem Abschussplan stehen und erlegt werden müssen (Grünvorlage!). Es ist vielen jedoch zu Mühsam jeden Tag ins Revier zu fahren und auf den geeigneten Moment zu warten, wo das Wild ohne Zeugen als Doublette erlegt werden kann --> Arbeits und Zeitintesiv. Daher beschränkt sich der Hauptabschuss auf einige wenige, die bereit sind den Aufwand auf sich zu nehmen.

22

Samstag, 25. September 2021, 00:11

Es sind halt "Wahrheiten" ::::

Und du bist der Verkünder dieser "Wahrheiten" ? die wir anderen Deppen nicht begreifen ? Und du meinst, du stellst dich nicht auf ein Podest ?

Jagdfreund

23

Montag, 27. September 2021, 18:18



Dieses Thema sehe ich bei uns mehr als nur deutlich beim Thema Kahlwild. Es wird immer heimlicher, was jedoch nicht daran liegt, dass es immer weniger Wild gibt oder viele Wanderer am Weg sind, sondern wird zum Großteil auf die falsche Jagdstrategie gesetzt. Z.B. wird ein einzelnes Kalb aus einem starken Rudel geschossen mit dem Effekt, dass ein Stück liegt und 8 andere vergrämt wurden. Dieses Handeln hilft jedoch nicht weiter wenn in der Zeit vom 15.5 -31.12 zum Teil in den größeren Revieren 50+ Stk Kahlwild auf dem Abschussplan stehen und erlegt werden müssen (Grünvorlage!). Es ist vielen jedoch zu Mühsam jeden Tag ins Revier zu fahren und auf den geeigneten Moment zu warten, wo das Wild ohne Zeugen als Doublette erlegt werden kann --> Arbeits und Zeitintesiv. Daher beschränkt sich der Hauptabschuss auf einige wenige, die bereit sind den Aufwand auf sich zu nehmen.


GENAU das ist das Problem und á la longue resultieren daraus immer abstrusere Forderungen.

Es gibt aber nur eine Antwort darauf. Man braucht "die" richtigen Jäger. Und das gilt bei der heute vielfältigen Naturnutzung mehr denn je.

Jagd bedeutet Passion und Passion ist nix Anderes als das Produkt aus Zeit und Können. Wer aber keine Zeit hat, wird auch nicht auf den Stand kommen, jagdlich viel zu können und wer jagdlich weniger kann, entwickelt die falsche Strategie. Die Folge sind dann Forderungen, die mit Jagd nix mehr zu tun haben. Bei uns in D sind das heute bspw. immer mehr Forderungen nach Saufängen unter dem Vorwand der ASP-Bekämpfung und in Österreich entwickelt sich ebenso immer Widerstand gegen zu hohe Rotwildbestände.

Erschwerend kommt halt bei den Bergjagden noch hinzu, dass man Bewegungsjagden oft nicht nutzen kann, d. h. die Fähigkeiten passionierter, weniger Bergjäger wären umso mehr gefragt, nicht aber zig geführte Jagden oder noch schlimmer, Gastjäger, die nicht wirklich Ahnung haben, sich aber frei bewegen dürfen und dann mehr vergrämen als erlegen.

Beim Schwarzwild auf dem flachen Land ist das nicht anders und selbst beim Rehwild ist es kontraproduktiv, wenn im Herbst nur ein Kitz erlegt wird, die Geiß abspringt mit einem vielleicht zweiten Kitz abspringt ....

@Jagdfreund: Nein, die "Wahrheit" habe ich nicht erfunden und auf ein Podest will ich mich auch nicht stellen. Man muss aber den Finger in die Wunde legen und die Probleme klar benennen, sonst besteht längerfristig die Gefahr, dass sich die Jagd den Ast selbst abschneidet, auf dem sie sitzt.
WMH und Ho´ Rüd´ Ho´
Eibenschnitzer

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«Wer nicht liebt Wein, Weib, Gesang, der bleibt ein Narr sein Leben lang.»
[ Johann Heinrich Voss (1751-1826)]

24

Montag, 27. September 2021, 21:31



Dieses Thema sehe ich bei uns mehr als nur deutlich beim Thema Kahlwild. Es wird immer heimlicher, was jedoch nicht daran liegt, dass es immer weniger Wild gibt oder viele Wanderer am Weg sind, sondern wird zum Großteil auf die falsche Jagdstrategie gesetzt. Z.B. wird ein einzelnes Kalb aus einem starken Rudel geschossen mit dem Effekt, dass ein Stück liegt und 8 andere vergrämt wurden. Dieses Handeln hilft jedoch nicht weiter wenn in der Zeit vom 15.5 -31.12 zum Teil in den größeren Revieren 50+ Stk Kahlwild auf dem Abschussplan stehen und erlegt werden müssen (Grünvorlage!). Es ist vielen jedoch zu Mühsam jeden Tag ins Revier zu fahren und auf den geeigneten Moment zu warten, wo das Wild ohne Zeugen als Doublette erlegt werden kann --> Arbeits und Zeitintesiv. Daher beschränkt sich der Hauptabschuss auf einige wenige, die bereit sind den Aufwand auf sich zu nehmen.


GENAU das ist das Problem und á la longue resultieren daraus immer abstrusere Forderungen.

Es gibt aber nur eine Antwort darauf. Man braucht "die" richtigen Jäger. Und das gilt bei der heute vielfältigen Naturnutzung mehr denn je.

Jagd bedeutet Passion und Passion ist nix Anderes als das Produkt aus Zeit und Können. Wer aber keine Zeit hat, wird auch nicht auf den Stand kommen, jagdlich viel zu können und wer jagdlich weniger kann, entwickelt die falsche Strategie. Die Folge sind dann Forderungen, die mit Jagd nix mehr zu tun haben. Bei uns in D sind das heute bspw. immer mehr Forderungen nach Saufängen unter dem Vorwand der ASP-Bekämpfung und in Österreich entwickelt sich ebenso immer Widerstand gegen zu hohe Rotwildbestände.

Erschwerend kommt halt bei den Bergjagden noch hinzu, dass man Bewegungsjagden oft nicht nutzen kann, d. h. die Fähigkeiten passionierter, weniger Bergjäger wären umso mehr gefragt, nicht aber zig geführte Jagden oder noch schlimmer, Gastjäger, die nicht wirklich Ahnung haben, sich aber frei bewegen dürfen und dann mehr vergrämen als erlegen.

Beim Schwarzwild auf dem flachen Land ist das nicht anders und selbst beim Rehwild ist es kontraproduktiv, wenn im Herbst nur ein Kitz erlegt wird, die Geiß abspringt mit einem vielleicht zweiten Kitz abspringt ....

@Jagdfreund: Nein, die "Wahrheit" habe ich nicht erfunden und auf ein Podest will ich mich auch nicht stellen. Man muss aber den Finger in die Wunde legen und die Probleme klar benennen, sonst besteht längerfristig die Gefahr, dass sich die Jagd den Ast selbst abschneidet, auf dem sie sitzt.


Um zurück zum Thema zum kommen… Falls der Einsatz von Drohnen bei der Jagd dabei hilft, drastische behördliche Maßnahmen zur Erfüllung des Abschussplanes zu verhindern, dann sollte die Jägerschaft in Ausnahmefällen (Bekämpfung TPC / ASP etc.) klar dafür sein.
Wie diese behördlichen Maßnahmen in der Vergangenheit aussahen, wissen wir bereits und haben mit einer waidmännischen Bejagung nichts gemein (siehe Link).

https://tirol.orf.at/stories/3034112/

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Rauhaariger« (27. September 2021, 21:44)


25

Dienstag, 28. September 2021, 13:53



Dieses Thema sehe ich bei uns mehr als nur deutlich beim Thema Kahlwild. Es wird immer heimlicher, was jedoch nicht daran liegt, dass es immer weniger Wild gibt oder viele Wanderer am Weg sind, sondern wird zum Großteil auf die falsche Jagdstrategie gesetzt. Z.B. wird ein einzelnes Kalb aus einem starken Rudel geschossen mit dem Effekt, dass ein Stück liegt und 8 andere vergrämt wurden. Dieses Handeln hilft jedoch nicht weiter wenn in der Zeit vom 15.5 -31.12 zum Teil in den größeren Revieren 50+ Stk Kahlwild auf dem Abschussplan stehen und erlegt werden müssen (Grünvorlage!). Es ist vielen jedoch zu Mühsam jeden Tag ins Revier zu fahren und auf den geeigneten Moment zu warten, wo das Wild ohne Zeugen als Doublette erlegt werden kann --> Arbeits und Zeitintesiv. Daher beschränkt sich der Hauptabschuss auf einige wenige, die bereit sind den Aufwand auf sich zu nehmen.


GENAU das ist das Problem und á la longue resultieren daraus immer abstrusere Forderungen.

Es gibt aber nur eine Antwort darauf. Man braucht "die" richtigen Jäger. Und das gilt bei der heute vielfältigen Naturnutzung mehr denn je.

Jagd bedeutet Passion und Passion ist nix Anderes als das Produkt aus Zeit und Können. Wer aber keine Zeit hat, wird auch nicht auf den Stand kommen, jagdlich viel zu können und wer jagdlich weniger kann, entwickelt die falsche Strategie. Die Folge sind dann Forderungen, die mit Jagd nix mehr zu tun haben. Bei uns in D sind das heute bspw. immer mehr Forderungen nach Saufängen unter dem Vorwand der ASP-Bekämpfung und in Österreich entwickelt sich ebenso immer Widerstand gegen zu hohe Rotwildbestände.

Erschwerend kommt halt bei den Bergjagden noch hinzu, dass man Bewegungsjagden oft nicht nutzen kann, d. h. die Fähigkeiten passionierter, weniger Bergjäger wären umso mehr gefragt, nicht aber zig geführte Jagden oder noch schlimmer, Gastjäger, die nicht wirklich Ahnung haben, sich aber frei bewegen dürfen und dann mehr vergrämen als erlegen.

Beim Schwarzwild auf dem flachen Land ist das nicht anders und selbst beim Rehwild ist es kontraproduktiv, wenn im Herbst nur ein Kitz erlegt wird, die Geiß abspringt mit einem vielleicht zweiten Kitz abspringt ....

@Jagdfreund: Nein, die "Wahrheit" habe ich nicht erfunden und auf ein Podest will ich mich auch nicht stellen. Man muss aber den Finger in die Wunde legen und die Probleme klar benennen, sonst besteht längerfristig die Gefahr, dass sich die Jagd den Ast selbst abschneidet, auf dem sie sitzt.


Um zurück zum Thema zum kommen… Falls der Einsatz von Drohnen bei der Jagd dabei hilft, drastische behördliche Maßnahmen zur Erfüllung des Abschussplanes zu verhindern, dann sollte die Jägerschaft in Ausnahmefällen (Bekämpfung TPC / ASP etc.) klar dafür sein.
Wie diese behördlichen Maßnahmen in der Vergangenheit aussahen, wissen wir bereits und haben mit einer waidmännischen Bejagung nichts gemein (siehe Link).

https://tirol.orf.at/stories/3034112/


Mit diesem Fall habe ich mich intensiv beschäftigt und der wurde hier auch diskutiert. Quellen hierüber eingstellt. Letztlich war das ein Komplettversagen des jagdverantwortlichen Pächters und die behördliche Maßnahme nur eine logische Folge, zu der es aber auch KEINE Alternativen gab. Gatterabschüsse müssen im Grundsatz nicht sein, wenn die Jagd verantwortungsbewusst von leistungsfähigen Jägern erfüllt wird, sind aber korrekt ausgeführt absolut tierschutzgerecht.

Beurteilen kann man das aber nur, wenn man das selbst erlebt hat. Gatterentnahmen habe ich mir im Wintergatter schon zweimal angeschaut und im Dammwildgatter (Zucht) schon selbst vorgenommen. Ob ein Drohneneinsatz in der Bergjagd Sinn macht, kann ich nicht beurteilen. Korrekt ausgeführte Entnahmen im Wintergatter (bei entsprechend vorhandener Anlage) wären aber in Revieren, in denen der Abschuss permanent bzw. überwiegend nicht erfüllt werden konnte, eine sinnvolle Lösung.

Auf dem flachen Land jedoch ist die Drohne ein hervorragender Jagdhelfer. Gerade im Feld, da hier die Wärmebildtechnik relativ schnell an ihre Grenzen gerät. Durch die Drohne kann in nicht zu großen Schlägen mit und ohne Schneisen sehr wirksam gejagt werden und das hat einen hervorragenden Vergrämungseffekt, d. h. wenn man es vor der Milchreife schon intensiv angeht, bleiben die Sauen besser im Wald. Bei großen Schlägen (wie bspw. in Ostdeutschland) funzt es nicht so toll, da die Sauen mit den Hunden gern Katz und Maus spielen.
WMH und Ho´ Rüd´ Ho´
Eibenschnitzer

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«Wer nicht liebt Wein, Weib, Gesang, der bleibt ein Narr sein Leben lang.»
[ Johann Heinrich Voss (1751-1826)]

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