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1

Montag, 12. November 2012, 06:42

Schwarzwildbekämpfung an Schadflächen!

WmH!

:thumbdown: Was macht Ihr wenn vom Schwarzwild Wiesen aufgegraben sind und das aber ca. einmal im Monat????? ?(

lg

Klaus
Wenns Jagan net wär wärs net schen auf der welt!


2

Montag, 12. November 2012, 14:31

Ansitzen,Ansitzen Ansitzen.

Das aber gezielt.

Bei uns im Revier sind immer im Herbst und Frühling 3 Wiesen unmittelbar neben dem Wald betroffen wenn ein feuchtes Wetter kommt. Dann mußt du Sitzen und schaun das du einen schwarzen Gesellen erwischt und dann hast eine Zeitlang Ruhe und den Wildschaden verringert.

Stellen die Wiesen dann sofort wieder her oder wenn wir es mal nicht so gut getroffen haben erst im Frühjahr.

Bei einer Wiese haben wir eine Kirrstelle am Waldrand angelegt und seitdem auch keinen Wildschaden mehr :thumbsup:

Weidmannsheil
Manfred
Man kann nur jenes Stück Wild erbeuten welches für einem gewachsen ist

3

Montag, 12. November 2012, 14:36

So ist es! Frühjahr, Sommer und Herbst, die Sauen auf Feld und Wiese bejagen und die Waldjagd auf Sauen nur auf den Winter beschränken

Vielen Revierinhabern ist das aber oft nicht bewusst und deshalb werden Sauen oft falsch bejagd und dann kommt es natürlich vor, das emense Wildschäden entstehen.

Ich möchte nicht sagen, das Wildschäden so beseitigt werden, aber sicher um ein vielfaches verringert ;)

WMH

David

4

Dienstag, 13. November 2012, 23:20

Wildschaden

Weidmannsheil Klaus,
so ein Problem hatte ich auch schon und habe Vieles ausprobiert. Mein Tipp für Dich ,entweder die Chemischekeule oder viel und lange sitzen.

Chemischekeule: Ich habe mehrere Duftzeune probiert und bin mit dem Schaum vom L.H. sehr zufrieden gewesen. :thumbsup: Mit den Anderen hatte ich nur wenig Erfolg,weil der Duft zu schwach war oder nur kurze Zeit anhielt :thumbdown: und wenn der Wind gedreht hat, hatte ich den Wildvergrämenden Duft mitten im Revier.Das Selbe gilt auch für Pissoarkugeln.Von mir verschwizte Arbeitsleiberln und Socken in den Wind gehängt waren auch nicht schlecht :thumbsup: halten aber auch keine Woche.


Sitzen viel und lang: Da ich auch berufstätig bin konnte ich nicht bei jedem Ansitz die Nacht durchsitzen(das haltest du nicht aus),deswegen habe ich Drei Jungjägern von der Umgebung einen Jagderlaubnißschein
auf Raubwild,Raubzeug und Schwarzwild ausgestellt.Hätte nicht geglaubt was die Drei für einen Ehrgeiz an den Tag bzw. Nacht legen.Wir hatten je nach Zeit eines Jeden einen Wochenplan erstellt,zb.

MO: Jungjäger A
DI : J.J. B
MI: J.J. C
DO: J.J. A
FR-SO: ICH und mein Jagdgast

Am Anfang wars nicht so toll außer 2,3 Füchse und 1 Mader. Aber in der zweiten Woche lag schon der erste Frischling um 20 Uhr auf der Stecke und gleich am nächsten Tag erlegte einer der Jungjäger eine
Überläuferbache. Ich hätte nie gedacht das hier zwei Rotten am werken waren da ich ja nur immer am Wochenende den Schaden gesehen habe. Und der Vorteil daran war: weniger Wildschaden , insgesamt 6 Stück
Schwarzwild in der Jagdkassa, durch 8 Stück Raubwild haben die Jungjäger auch einen Beitrag zur Niederwildhege geleistet und ich hatte eine Wildschadensbekämpfung die mir nichts kostete. :D Vieleicht versuchst
du es auch einmal so.

Gruß und Weidmannsheil
Saubart

5

Mittwoch, 14. November 2012, 12:17

WmH!

Am 13.11.2012 von 1:45Uhr bis 2:30Uhr ein Keiler bei der Rehfütterung! :thumbsup:

Glaubt ihr kommt der dort wieder? ?(

lg

Klaus
Wenns Jagan net wär wärs net schen auf der welt!


6

Mittwoch, 14. November 2012, 12:30

Wenn es so einfach wäre, gäbe es kein Wild mehr.

Ich glaube kaum, dass du ihn so einfach über das Knie legen kannst.
Weidmannsheil

Rocces


Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie gerne behalten. :D :D
Hege und Pflege dem Wild
Weidwerk verpflichtet
http://www.Jägerforum.at
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7

Mittwoch, 14. November 2012, 13:13

Am 13.11.2012 von 1:45Uhr bis 2:30Uhr ein Keiler bei der Rehfütterung! :thumbsup:

Glaubt ihr kommt der dort wieder? ?(

Denke so einfach wird's nicht gehen. Bei uns ist der Keiler meist gegen Neumond gekommen, die anderen Rotten häufiger und auch außerhalb von Vollmond Tagen. Vielleicht kann Saujäger dir einen Tipp geben oder zumindest über seine Erfahrung zum Verhalten der Keiler berichten.

MfG, Tschurtsch.

8

Mittwoch, 14. November 2012, 13:46

WmH!

Naja Keiler kann man nicht direkt sagen.

Ein Überläuferkeiler wird es sein schätz ich.

Da im Nachbarrevier eine Überläuferrotte mit einen starken Keiler gesichtet wurde vermute ich das er von dieser verstoßen wurde!

lg

Klaus
Wenns Jagan net wär wärs net schen auf der welt!


9

Mittwoch, 14. November 2012, 14:49

Einzelne Keiler sind jetzt vermehrt anzutreffen da die RAUSCHZEIT begonnen hat.

Bei uns im Revier sind sie in letzter Zeit täglich an den Kirrstellen und dann wieder mal nur alle 2-3 Tage. Am besten ist durchsitzen da sie keine regelmäßige Kirrzeiten einhalten und du sie erst oftmals zeitig in der Früh erwischt.

Oft hörst du sie aber sehen denkste, dann hilft manchmal der Saulockruf :D .

Alte einzeln ziehende Keiler stehen oft bis zu einer Stunde verdeckt bevor sie zur Kirrstelle kommen, sind halt sehr erfahren und vorsichtig. Und dann gehts mal wieder ganz einfach und wunderst dich das eine kommt obwohl du nicht ganz leise am Stand warst. Wenn die Rauschzeit am Höhepunkt ist legen die alten Keiler ihre Vorsicht ab und sind leichter zu erlegen. Schreiben könnte ich noch Seitenlang aber das ist momentan das wichtigste so glaube ich. Rudi wird dir sicherlich auch noch einige Tips geben können.

Weidmannsheil
Manfred
Man kann nur jenes Stück Wild erbeuten welches für einem gewachsen ist

10

Donnerstag, 15. November 2012, 07:30

Leider ist mir gerade mein l a n g e r Bericht zur vorwinterlichen Jagd auf den rauschigen Keiler irgendwie abhanden gekommen - wird im Laufe des Tages aber wiederholt .................

WH Rudi :( :( ;(

11

Donnerstag, 15. November 2012, 07:38

Wenn eine Rotte Sauen dir in den Anblick kommt, dann nicht sofort schiessen. Warte etwas zu und lasse die Sauen an der Kirrstelle vertraut werden.
Oft hat man das Glück, das sich noch ein Keiler dazu gesellt. Auserdem, würdest du die sauen für längere Zeit von der Kirrung vergrämmen, wenn du sofort die Kugel fliegen lässt.
Die Sauen immer vertraut werden lassen, damit sie das Betretten der Kirrstelle nicht mit den Schuss in Verbindung bringen ;) Sauen sind da sehr inteligent und empfindlich :)

WMH Klaus

Lg David

12

Freitag, 16. November 2012, 07:57

Eigentlich ist ja schon vieles gesagt was man bei der vorwinterlichen Keilerjagd tun oder nicht tun sollte.Die Erfahrungswerte jedes einzelnen können aber durchaus von den Grundbedingungen abweichen,daher kann auch ich nur meine Eigenen einbringen !

Starke Keiler sind ja wie bekannt das ganze Jahr über allein unterwegs und erscheinen meist nur im 4 Wochenzyklus - d.h. ihr Aktionsradius ist sehr groß. In der Rauschzeit ist das etwas Anderes,die Keiler besuchen gerne die Kirr und Mastplätze (Buchen-Eichen) um nach rauschigen Bachen die ihre Markierungen abgesetzt haben zu suchen. Da das auch andere Keiler (Angehende - Hosenflicker etc..)machen,kommt es meist zu lautstarkem Gerangel und das können wir nützen um nach Erscheinen der Rotte durch extrem ruhiges Verhalten auf den ersehnten Keiler zu warten. Das ist für mich auch die einzige Situation wo ich das Rauchen gänzlich einstelle,denn wer einmal einen Urian plötzlich vor sich stehen hat ohne vorher etwas bemerkt zu haben - wird wissen wie leise und vorsichtig die Kapitalen Schwarzen unterwegs sein können.

Mir ist noch immer der Spruch eines alten,gefinkelten Schwarzwildjägers im Ohr : "A stoaka Keiler kummt auf de Zechanspitzn !"

Meist steht der alte Schwarze lange in der Deckung und verschafft sich durch ausdauerndes Sichern und Winden die Gewißheit daß er gefahrlos austreten kann und genau so schnell verschwindet er auch wenn ihm irgend etwas nicht koscher vorkommt. Das ist mir selbst im Laufe der Jahre schon einigemale passiert - schon schußbereit und doch haben die Burschen was bemerkt (es ist mir bis heute ein Rätsel was ?) und es waren weit stärkere Keiler dabei als die die ich bis dato erlegt habe !

Die Anwesenheit eines starken Stückes zu erkennen ohne dieses zu sehen ist die Kunst des Schwarzwildjagens in der Rausche und dafür gibt es wie gesagt mehrere Zeichen : Mal oder andere Bäume in der Umgebung des Kirrplatzes weisen oft Kerben auf,die der Keiler mit dem Gewaff schlägt - an der Höhe der Verschmutzung am Malbaum kann man auch auf die Größe schließen und bei Schneelage oder weichem Untergrund natürlich auch von der Schalengröße. Lautstarkes Gerangel im Unterholz bevor die Sauen erscheinen deutet in dieser Zeit ebenfalls darauf hin,daß die Sauen von einem oder mehreren Keilern begleitet werden und......was viele nicht wissen: Wenn eine fast übernatürliche Ruhe im Wald herrscht - ich weiß,das ist ein krasser Widerspruch zu dem vorher Gesagten aber es hat durch eigene Erlebnisse seine Berechtigung !!

Vielleicht noch ein Tipp der ebenfalls beim Saujagern von großer Bedeutung ist : Der rufende Kauz und das aufgeregte Blasen der Waldohreule bestätigen zu 90% daß Schweine im Anmarsch sind ! Im Niederwildrevier zeigt nachts der gockende und abstreichende Fasan ebenfalls Sauen in Bewegung !!!

Zu guter Letzt : Man sollte seinen Ansitzplatz nicht dauernd verändern,sondern auch über längere Zeit täglich den gleichen Platz besetzen - denn wie schon vorher gesagt: Der Aktionsradius eines suchenden,kapitalen Schweines ist groß !!

Viel Erfolg und Weidmansheil beim vorwinterlichen Keileransitz wünscht euch Rudi (der bereits wieder ganz auf Bassen eingestellt ist ;) )!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Saujäger« (16. November 2012, 09:12)


13

Freitag, 16. November 2012, 13:30

Einen wichtigen Punkt habe ich vergessen welcher das Kirren betrifft. Seit wir das ganze Jahr über die Kirrstellen beschicken kommen die schwarzen Gesellen vermehrt im Winter zu den Kirrstellen da sie sich diese besser Merken als jene die nur zu gewissen Zeiten beschickt werden. Sie schauen im Sommer meist nur vorbei ohne die Kirrstelle anzunehmen.

Weidmannsheil
Manfred
Man kann nur jenes Stück Wild erbeuten welches für einem gewachsen ist

14

Freitag, 16. November 2012, 13:49

Einen wichtigen Punkt habe ich vergessen welcher das Kirren betrifft. Seit wir das ganze Jahr über die Kirrstellen beschicken kommen die schwarzen Gesellen vermehrt im Winter zu den Kirrstellen da sie sich diese besser Merken als jene die nur zu gewissen Zeiten beschickt werden. Sie schauen im Sommer meist nur vorbei ohne die Kirrstelle anzunehmen.

Weidmannsheil
Manfred

WmH!

Okay dann habe ich einen großen Fehler schon gemacht! ?(

Heute werd ich wieder die Fotos anschauen!

Übrigens in der Nacht darauf muss eine Rotte mit mehreren Stück dort vorbei gezogen sein!(Ohne was Angenommen zu haben)

lg

Klaus
Wenns Jagan net wär wärs net schen auf der welt!


15

Freitag, 16. November 2012, 21:10

von mir jetzt schon ein dankeschön an alle - super lehrreiche beiträge!
ich probiers morgen abend - ansitz - schau ma!
wmh!!
***wmh***
cpm

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