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Dienstag, 25. Januar 2011, 13:11

Der Stecher

Der Stecher ist eine Abzugserleichterung und dient zum Schießen auf unbewegte Ziele.
Stecher findet man bei Büchsen und Kombinierte Waffen.

Es gibt zwei verschiedene Arten von Stechern.

Der erste den ich hier bearbeiten möchte ist der „Deutsche Stecher“ oder auch „Doppelzüngelstecher“ genannt. Dieser wird häufig bei Repetierbüchsen und Kipplaufbüchsen verwendet.

Bildquelle: "Der steirische Lehrprinz"


Der zweite Stecher ist der „französische Stecher“ oder auch „Rückstecher“ genannt. Diesen Stecher findet man vor allem bei Kombinierten Waffen. Wird aber auch bei Repetierern verbaut.

Bildquelle: "Der steirische Lehrprinz"


Wie bedient man nun aber die verschiedenen Stecher.

Das Stechen einer Waffe gehört bereits zum Schießen und darf daher erst im aller letzten Moment, der Schussabgabe erfolgen. Sollte man nun nicht zum Schuss kommen, ist die Waffe unverzüglich zu entstechen.
Der Deutsche Stecher wird mit zwei Züngeln bedient. Hier wird zuerst der hintere Züngel gezogen. Die innere Mechanik der Waffe Sticht nun den vorderen Züngel ein.
Das heißt, der vordere Züngel benötigt nun nur mehr einen sehr geringen Kraftaufwand, um den Schuss brechen zu lassen.
Das entstechen des deutschen Stechers erfolgt durch betätigen beider Züngel zugleich. Die Waffe muss aber als erster gesichert werden. Nun wird der hintere Züngel betätigt und gehalten. Als nächstes wird der vordere Züngel betätigt. Nun kann man den hinteren und dann den Vorderen Züngel loslassen. Die Waffe ist nun entstochen.
Das entstechen des französischen Stechers erfolgt durch halten des Züngels. Hier muss aber auch die Waffe als erster gesichert werden. Nun nimmt man den Züngel zwischen zwei Finger und verhindert so, dass der Züngel beim Abziehen zurückschnellen kann. Die Waffe ist nun entstochen.

Es stellt sich nun die Frage: Wie erkannt man einen Stecher an der Waffe.

Es ist Sinn und Zweck des Stechers, möglichst wenig Abzugswiederstand beim Schuss zu haben. Da es von Schütze zu Schütze anders empfunden wird und auch anders benötigt wird, ist es notwendig den Stecher selbst einstellen zu können. Es hängt aber auch sehr viel von den Temperaturen, bei denen man schießt, ab. Man hat bei kalten Temp. weniger Gefühl in den Fingern als bei warmen.
Also liegt es nahe den Stecher selbst einzustellen. Um dies zu gewährleisten, befindet sich eine Einstellschraube zwischen (deutscher Stecher) oder hinter (französischer Stecher) dem Züngel.
Anhand dieser Schraube kann man davon ausgehen, dass es sich um einen Stecher handelt.

Man muss sich aber, wie mit jeder Waffe, unbedingt vor Gebrauch der Waffe mit dem System vertraut machen.
Weidmannsheil

Rocces


Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie gerne behalten. :D :D
Hege und Pflege dem Wild
Weidwerk verpflichtet
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2

Dienstag, 25. Januar 2011, 16:36

Re: Der Stecher

Bin an Stecher gewöhnt und kann mich sehr schwer umstellen auf die Feinabzüge .
Deutscher Stecher wird eh immer seltener angeboten .
Französischer dagegen mehrheitlich . Doch am amerikanischen Markt ist der Stecher absolut unüblich .
Immer mehr Jagdwaffen werden mit Feinabzug ( ohne Stecher ) produziert.
Ist alles natürlich eine gewohnheitssache.
Meine Kipplaufbüchse hab ich gleich wieder um gutes Geld verscherbelt , weil ich mich damit nicht anfreunden konnte.
Bin halt ein Fan vom Stecher *nachdenken

3

Dienstag, 25. Januar 2011, 17:45

Re: Der Stecher

Hi!

Mir ist die "detusche" Version auch lieber, vielleicht weil ich damit am meisten geschossen hab, weis nicht warum.

LG

4

Dienstag, 25. Januar 2011, 21:14

Re: Der Stecher

Ja so ändert sich die Zeit und so verschieden sind die Geschmäcker.

Ich für meine Person kann mich mit einem Stecher nicht anfreunden obwohl das Schießen kein Problem darstellt.
Dennoch ist mir eine Waffe mit Feinabzug lieber.
Unsere Sauer 202 im Kal. 222 hat einen franz. Stecher und dennoch werde ich ihn seltenst benutzen.
Habe da immer ein ungutes Gefühl beim Einstechen. Ist eben nicht meins. Aber die Waffe ist meine liebste.
Weidmannsheil

Rocces


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5

Dienstag, 25. Januar 2011, 22:46

Re: Der Stecher

Stecher sind nicht meins und wenn dann maximal der französische. Diejenigen die einen Stecher hatten sind nicht mehr die meinigen, konnte mich damit nie so richtig anfreunden.

Weidmannsheil
Manfred
Man kann nur jenes Stück Wild erbeuten welches für einem gewachsen ist

6

Mittwoch, 26. Januar 2011, 07:20

Re: Der Stecher

Habe von Anfang an nur Waffen mit Stecher geführt und zwar ausschließlich den deutschen.
Später habe ich mir eine .270 Win. gekauft,die nur über einen Feinabzug verfügte. Daran konnte ich mich nie gewöhnen und habe mir einen französischen Stecher einbauen lassen.
Mein Favorit ist aber nach wie vor der deutsche Stecher !

Weidmannsheil
Rudi

7

Mittwoch, 26. Januar 2011, 10:42

Re: Der Stecher

Wie ist das eigentlich. Wird heutzutage generell eher Feinabzug angeboten und gegen Aufpreis doch noch ein "guter alter" Stecher?

Ich find irgendwie ghört ein Stecher dazu, kenns nur so. Feinabzug hab ich im Revier auf ein Wild noch nie benutzt, wär eh mal eine Erfahrung wert.

Einmal hab ich ohne Stechen geschossen, da hab ich drauf vergessen, gelegen ist der Bock trotzdem. Das viel mir erst nach dem Aufbrechen aufeinmal ein *gg*

LG

8

Mittwoch, 26. Januar 2011, 17:37

Re: Der Stecher

Ma es huntzt , alles geschrieben und dann weg , bin jetzt ins Word gegangen, nochmals so einigermaßen gleich geschrieben und kopiers jetzt rein ( grant und *mad )

@Pikeattak
Bei sehr vielen Repetierern werden sogenannte Feinabzüge angeboten .
Fabrikate wie z.B. Remington , Sako, Winchester , Ruger , Marlin , Browing werden ohne Stecher ausgeliefert.
Bei Blaser R95 oder R8 ist ein nachträgliche Stecherfunktion ( Büchsenmacher ) möglich.
Bei Steyr, Sauer , Merkel ,Rössler , CZ-Brno , Zastava, Strasser , Voere u. Mauser ( optionell ) , ist ein Franz. oder Rückstecher serienmäßig.
Deutsche Stecher werden heute nahezu nirgends bei Neuwaffen gefertigt.
Bei kombinierten Waffen ( BBF ) hat der Kugellauf bei den üblichen ital. Fabrikaten wie Sabatti , A.-Zoli , den rückstecher.
Im gegensatz dazu haben bei Blaser , Merkel Feinabzüge.
Auch die Kipplaufbüchse f. Sabatti , welche ich schnell weiterverkaufte , hat ebenfalls einen Feinabzug.
Der Trend geht eindeutig in richtung Feinabzug und ist nicht mehr aufzuhalten.
Doch eine Klientell für den Stecher wirds immer geben , dazu zähle ich mich halt auch .

Eine kleine Geschichte aus meiner Jagderfahrung :
Lange, lange schon spitzelte ich auf eine kombinierte BBF mit Sicherheits-spannschieber.
Da alle gelegenheiten ohne Stecher wahren , war dies kein Thema für mich.
Eines Tages gelang es mir , eine Krieghoff-Light mit Spannschieber u. Stecher zu erwerben, so lange gesucht , nun endlich , wie es der zufall wollte , Super !
Kal. 6,5x65R/20/76 , abgesehen davon , das es nur 2 Kugelfabrikate RWS KS8,2 oder Blaser CDP 8,2 gibt , machte es mir nix aus , da esfür meinen jagdlichen Bereich absolut auch abdeckt.
Eines Tages in der früh am Bodensitz – Heiserberggartl sah ich einen wunderbaren Sonnenaufgang , kein Rotwild im Anblick an diesem morgen , doch da am Forstweg unmittelbar vor mr , 15m ein alter Bergbock , ich nehme die Büchse hoch , richte mich , denke an Träger oder Sicherheitsschuß , wähle dann doch den schuß eine Handbreit hinters Blatt , Spanne u. ein einstechen ging sich nicht mehr aus , er hatte mich schon, der Schuß krachte , und mit whaaaw, whaaaw …. Schreckte er gesund hinunter , verdattert und unglaubwürdig hörte ich noch eine weile sein grimmiges schrecken. ( 1 Monat später hatte ich den alten Recken ,die Freude war besonders groß , den er war wirklich „ Steinalt „) .
Dann eines tages beim Pirschen , ( wieder mit der Krieghoff ) ein Trupp Kahlwild vor mir , das Schmaltier sollte es werden , auf keine 20m , langsam nehme ich die Büchse zum Stock , verfluchtes Spannen , keine möglichkeit zum Stechen , das hätte es nicht vertragen , es äugt schon auf meine getarnte erscheinung .
Die Nachsuche auf der Gesundfährte diente nur zur absicherung , das ich es selbst auf diese kurze distanz gefehlt habe.
Ein weitere Ansitz , sitze, sitze , sitze , da ein Fuchs , dieser geht bei mir auf der Alm vor alles , da es ein Kerngebiet f. Auerwild ist .
Keine 40m , der Wind ist gut, er hat mich nicht , ich nehme die Büchse hoch , dreh das ZFR runter, für den Schrotschuß ist es mir zu weit , ich Spanne will noch einstechen , das hält er nicht aus und ist …….schnell flüchtend ….weg.
Mittlerweile hab ich mit der Büchse aber doch schon einige Stücke erlegt , die Tagtik ein wenig geändert , da möchte ich aber nicht näher darauf hier eingehen ;) .
L.G. 25-06

9

Mittwoch, 26. Januar 2011, 18:51

Re: Der Stecher

Spitzen Zusammenstellung 25-06. Ein Hammer Danke.

Und dein Praxisbericht wie immer ein Gesicht zum Lesen.

Ach ja. Längere Sachen schreibe ich immer im Word. Da sonst die Leerlaufzeit des Forums abläuft und dich kickt.
Oder du gehst her und kopierst den Text in die Zwischenablage bevor du auf senden gehst.
Aber Lehrgeld zahlt man eben #Bier
Weidmannsheil

Rocces


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