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21

Mittwoch, 3. Mai 2017, 14:17

Wie schon oben beschrieben bin ich persönlich auch kein Freund der Baujagd. Irgendwie denk ich dabei auch immer, der arme Hund. Ich bin sogar dafür, dass der Fuchs eine Schonzeit erhält wie z. B. der Dachs auch (für diese Zeit, wo die Jungen im Bau sind). Eine solche Schonzeit wird bei uns im Revier durch den Jagdherrn schon vorgeschrieben, und ich bin 100% auf seiner Seite. Ich denke, dass die Jagd mit der Zeit gehen muss, sonst läuft man die Gefahr, dass am Ende alles pauschal abgestellt wird, wenn der gesellschaftliche Druck zu gross wird. Das hat nichts mit Salamitaktik zu tun, sondern einfach damit, dass die Jagd schon immer Veränderungen über sich ergehen lassen musste. Man darf nicht vergessen, dass das Jagdgesetz in den Händen von Politikern liegt, und die wollen schliesslich wiedergewählt werden. Früher hat man z. B. auch mit Fangeisen gejagt, wie viele von euch wären heute noch dafür? Sicher gab es schon damals Stimmen, die diese Art von Jagd erhalten wollten. Das selbe mit Gatterjagd, Kistlfasanen etcetc., es gibt da unzählige Beispiele.
Zum Thema Grossraubtiere habe ich auch eine etwas andere Meinung: Ich denke der Jagdverband sollte sich eben gerade nicht dagegen stellen, sondern sollte einer Wiederansiedlung offen gegenüberstehen, ABER auf alle Probleme hinweisen, die mit Wolf, Luchs, Bär und Co. zwangsläufig auftreten. Natürlich ist es eine Illusion zu meinen, es werde wieder ein "natürliches Gleichgewicht" herrschen oder so. Man stelle sich nur vor, es passiert der erste Unfall im Wienerwald mit einem Bär, oder der Bär dreht auf der Suche nach essbarem in den äusseren Wiener Bezirken ein paar Müllkübel um. Dann wird ev. ein Umdenken stattfinden. Wenn sich die Jäger von Anfang an gegen Grossraubtiere stellen, können sie nur verlieren. Denn dann wird uns Futterneid unterstellt.
Ich kann hier nur an eine Anekdote aus der Schweiz erzählen: Als damals der Luchs aktiv wiederangesiedelt wurde, waren auch sehr viele Jäger dagegen. Es gab dann diese unschönen Szenen, wo die Luchse gewildert wurden und von Jägern Teile der erlegten Luchse an die Behörden versendet wurden bzw. es wurden Luchse im Auto von Jägern gefunden*. Insgesamt hat das der Jägerschaft extrem geschadet. Inzwischen hat auch da ein Umdenken stattgefunden, und der Luchs ist unter den schweizer Jägern weitgehend akzeptiert (nicht von allen, aber von grossen Teilen). In Sachen Wolf und Bär ist die Sache sicher etwas komplizierter, aber da sind es eh vor allem die Landwirte (Schafzüchter, Imker) die den grossen Radau machen.
(*der Erleger hat das Sendehalsband nicht abgenommen...)

22

Mittwoch, 3. Mai 2017, 15:56

Aus für Baujagd

ad 56Berner:

Im Kern gebe ich dir REcht: Auch wir müssen mit der Zeit gehen. Die Frage ist, wie weit ist Anpassung sinnvoll und angemessen ?

Gatterjagd sehe auch ich sehr kritisch, Aussetzen von Fasanen kurz vor der Jagd lehne ich ab. Aber das der Wolf ein soooo liebes, schützenswertes Tier ist, Will ich mir nicht einreden lassen ................ Und Raubvögel sind für mich auch nicht nur liebenswerte Geschöpfe, die Vorrang vor allen ihre Beutetieren haben sollen.

Viel Raum für Diskussion ............... WMH Jagdfreund

23

Mittwoch, 3. Mai 2017, 20:07

Der Fuchs hat laut Jagdgesetz eine Schonzeit! .....zur Aufzucht von Jungtieren nötigen Elterntiere sind zu schonen .... Sinngemäß steht es so drinnen! Also sollte der Fuchs derzeit nicht erlegt werden...außer man bejagt Jungfüchse am/im Bau!

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24

Donnerstag, 4. Mai 2017, 06:57

................ Und Raubvögel sind für mich auch nicht nur liebenswerte Geschöpfe, die Vorrang vor allen ihre Beutetieren haben sollen.

Viel Raum für Diskussion ............... WMH Jagdfreund


Das seh ich anders!

Betreue mal ein Niederwildrevier.
Wenn die Weihen im Frühjahr kommen, Habicht, Bussard, Wanderfalke, Uhu,... alles vorhanden ist, kannst zuschauen wie die jungen Hasen bzw. Fasane weniger werden.
Eine Schusszeit bei diesen wäre meiner Meinung nach auch angebracht.

Nicht selten dass man auf einem Acker mehrere Weihen sieht welche die Äcker cm um cm absuchen. Was soll da liegen bleiben?

Gatterjagd muss jeder für sich entscheiden
Aussetzen von Fasanen seh ich nicht negativ an. Wenn man dies richtig macht und zur Bestandsauffrischung macht (z.B. nach Krankheiten,...) ist meiner Meinung nach nichts verwerfliches dran. Die Kisterl aber vor der Jagd aufmachen ist ein NOGO

Wolf, Luchs, Bär,... sind genau so unnötig wie Biber, Otter,.....
Es freuen sich eh nur die Leute welche keine Probleme mit den Tieren haben. Die dann wirklich Probleme haben (Nutztierhalter, Fischzucht,...) müssen da mit enormen Zusatzkosten für Schutz deren Tiere aufkommen und man sollte nicht vergessen dass wir gerade bei uns kein Biotop mehr für solche Tiere haben.
Sie brauchen große Flächen welche noch halbwegs unberührt sind. Wo gibt es das bei uns noch?

25

Donnerstag, 4. Mai 2017, 09:26

Aus für Baujagd

@ Blaser 19:

Hallo Blaser: Genau das habe ich gemeint. Vielleicht habe ich mich unklar ausgedrückt. Ich stimme dir voll zu !

Ergänzung: Ich wäre für eine ABSTIMMUNG oder Umfrage unter den Jägern zu diesen Themen. Die Funktionäre sollte dann die Mehrheitsmeinung auch öffentlich vertreten. Jetzt wird meinem Gefühl nach von den Funktionären an der Spitze nur "herumgeeiert". (Nur ja mit niemand vertun). So gerät die Jagd völlig in die Defensive. Wir ducken uns nur mehr. DAs verstehe ich nicht unter "mit der Zeit gehen". Momentan geht die Zeit mit uns, nicht wir mit der Zeit.

WMH Jagdfreund

26

Donnerstag, 4. Mai 2017, 09:56

Gerade diese "Duckerei" macht den grössten Schaden für die Jägerei. Ist überall im Leben so. Wenn man nicht seine Ansicht vertritt, sondern versucht sich mit Allen immer zu vetragen, wird man nicht für voll genommen. Genau deshalb haben die Naturschützer und die Miliömaffia allen Respekt vor der Jägerei und deren Vertretung verloren. Niemand nimmt uns noch ernst. Du, Jagdreund, bist ja auch nichtmer der Jüngste und hast ja auch die Entwicklung seit den 60zigern wahrgenommen. In Deutschland fieng das damals an, als die Raubvögel plötzlich zu Greifvögeln wurden. Und so weiter,seit damals. Dass wir heute da stehen wo wir sind, ist zu grossen Teilen den Jagdverbänden zu danken.
Grüsse und Weidmannsheil von Fredrik aus Schweden

27

Donnerstag, 4. Mai 2017, 10:14

Es reicht ja schon dass wir den Marderhund, den Waschbären und den Goldschakal immer stärker bekommen.

Da brauchen wir Luchs, Wolf und Bär nicht auch noch!

28

Donnerstag, 4. Mai 2017, 11:34

Aus für die Baujagd

Gerade diese "Duckerei" macht den grössten Schaden für die Jägerei. Ist überall im Leben so. Wenn man nicht seine Ansicht vertritt, sondern versucht sich mit Allen immer zu vetragen, wird man nicht für voll genommen

@Greven und Blaser 19: So ist es. "Jedermanns Liebling ist jedermanns Depp". Es ist Zeit für eine Umkehr und Mut zur eigenen Meinung. Natürlich mit Augenmaß und Rücksicht, aber nur in die Knie gehen, wird uns ruinieren. Wenn wir die Jagd in ihrer heutigen Form für unsere Nachkommen erhalten wollen, müssen wir uns auf die Füße stellen.

WMH Jagdfreund

29

Donnerstag, 4. Mai 2017, 12:14

Kann man aber nur unter normalen Jägern machen.
Die Landesjägermeister und alle anderen mit einem Amt kuschen und machen was die EU oder andere von ihnen wollen da sie Angst haben eine auf den Deckel zu bekommen.
Eigene Meinung besitzen diese Menschen ja ned.

30

Donnerstag, 4. Mai 2017, 15:17

Nein, es geht hier nicht darum zu kuschen oder zu buckeln, aber wenn man auf Extrempositionen beharrt, wird man am Schluss in die Ecke gestellt. Wir müssen auf lange Sicht schauen, dass die Mehrheit der Nichtjagenden Bevölkerung die Jagd respektiert und als notwendig erachtet. Die 10-20 % selbsternannte "Tierschützer", Realitätsverweigerer und sonstige Phantasten werden wir nie überzeugen können. Genau gleich wie man sich über die 10-20% Jäger und Jagdfreunde wenig Gedanken machen muss. Es geht um die grosse "Mitte", wovon wir die Mehrheit brauchen. Deshalb wäre es angebracht, Extrempositionen zu überdenken. Wenn ein Landesjägermeister in der Zeitung die Gatterjagd und die fehlende Schonzeit beim Fuchs verteidigt (nur Beispiele!), oder zum Beispiel einfach sinngemäss sagt, dass die Jäger gegen den Bär sind, dann laufen wir Gefahr, diese Mitte zu verlieren, denn diese Menschen sagen sich: Ich mag den Bär, und die wollen ihn nicht, also bin ich gegen die. Leider ist es ein allgemeiner Trend, immer alles zuzuspitzen auf weiss und schwarz. Aber gerade bei der Jagd gibt es viele Graustufen, und was gestern weiss war ist halt vielleicht morgen schwarz. Das waren gestern die Totschlagfallen und morgen ists vielleicht die Baujagd. Früher gab es einen Konsens, dass der Wolf weg gehört, heute der Wind gedreht... Die grosse Aufgabe des LJV ist meiner Meinung nach, den Leuten Informationen zu geben, was passiert, wenn zB der Bär zurück im Wienerwald ist, nicht einfach zu sagen, der hat hier nichts verloren.

31

Freitag, 5. Mai 2017, 00:01

Aus für die Baujagd

@56Berner: Kann dir durchaus folgen: Wir müssen uns um das Verständnis der Mehrheit bemühen.

Aber wer sagt, dass die Mehrheit für Bär, Wolf und RAubvögel sind und gegen REhe, Schafe, und sonstige Beutetiere ? Ich glaube, dass heute im Bereich Naturschutz eine kleine Minderheit die veröffentlichte Meinung dominiert und die schweigende Mehrheit sich nicht äußert. Und vor dieser kleinen, lauten Minderheit kuschen wir Jäger heute.

Klingt jetzt vielleicht arg, aber ich fürchte es ist so: Die, die am lautesten schreien, und die Szene dominieren, denen stimmt die Masse zu. Die Jägerschaft ist meiner Ansicht nach zur Zeit sehr, sehr leise. Wenn wir uns nicht klar und deutlich äußern, kann uns auch keiner zustimmen.

Jagdfreund

32

Freitag, 5. Mai 2017, 06:52

Is ja das gleiche mit der Waldschnepfenjagd.
In England, Italien und Frankreich werden diese zu tausenden gefangen und erlegt.
In Österreich fallen ein paar wenige und die EU schreibt uns vor dass wir das nicht mehr dürfen?
HALLO!??
Wo kommen wir da hin wenn die EU alles verbieten will nur weil ein paar selbsternannte Naturschützer meinen dass diese geschützt werden sollen?

Da müssten sich mal alle auf den Tisch stellen und sagen "Ja, ok wird geschont aber dann in der ganzen EU - ohne Ausnahme. Da will ich dann sehen was z.B. die Italiener dazu sagen!"

Man kann nicht dauernd kuschen und "Ja, machen wir wie ihr es wollt!" sagen. Das bringt nichts.
Meiner Meinung nach müssten die Jagdverbände da viel mehr den aktiven Jägern zur Seite stehen.

Wie schaut es denn aus wenn die Großraubtiere da sind und zu schaden gehen?
Das wird so weit kommen dass sie als ganzjährig geschützte Wildarten ins Jagdrecht fallen und die Jäger die anfallenden Schäden zahlen können. Das trau ich unserer Regierung zu!

33

Freitag, 5. Mai 2017, 12:06

Aus für die Baujagd

Nein, es geht hier nicht darum zu kuschen oder zu buckeln, aber wenn man auf Extrempositionen beharrt, wird man am Schluss in die Ecke gestellt.

@56Berner: Da ich deine Meinung sehr wichtig finde, zur Klarstellung, was ich genau meine:

Der Landesjägermeister von NÖ hat gestern wieder im Fernsehen (Am Schauplatz ORF 2 "Das REcht der Tiere") seine Meinung zum Wolf kundgetan: "Wir wehren uns gegen die gezielte Ansiedelung des Wolfes, aber wenn er auf natürliche Weise kommt, werden wir das managen".Also wird meiner Ansicht nach gar nichts gegen den Wolf getan. Die Unterscheidung zwischen "angesiedelt" und "eingewandert" wird in der Praxis gar nichts bringen.

Warum sagt er nicht folgendes: "Wer braucht den Wolf ? Der Wolf beunruhigt das ohnehin schon sehr in die Enge gedrängte Wild noch weiter. Er tötet Rehe und Schafe etc. brutal und ohne Rücksicht, das ist eben seine Natur. Die Entnahme kranker und schwacher Stücke erledigt die Jägerschaft mit WAidgerechtigkeit viel "humaner". Wer hat etwas davon, wenn der Wolf wieder da ist ? Außer ein paar ganz wenigen sogenannten Wolfsschützern wird ihn niemand sehen. Also wozu ? Was ist der wirkliche Grund für das heftige Engagement einiger Weniger für den Wolf ?"Und dazu noch Bilder von zahlreichen gerissenen Schafen in einem Gehege oder Videos, wie die Wölfe tatsächlich jagen.

So arbeiten nämlich unsere Gegner: Mitleiderregende ARgumente, Druck auf die Tränendrüsen uninformierter Laien. In meinen Augen sehr viel Scharlatanerie, Schönfärberei etc. Aber man muss zugeben, sie verstehen ihr Geschäft.

WMH Jagdfreund

34

Freitag, 5. Mai 2017, 15:06

Die können nicht anderer Meinung sein, sind ja Staatsdiener und die müssen dieser Meinung sein. Ist ja ihr Arbeitsplatz. Sonnst Arbeit pfutsch!!!!
Wmh. franzl 54

Junges Weib und warme Betten, so manchen Bock das Leben retten !

Steht der Abzug richtig trocken, haut`s die Wildsau aus den Socken !

35

Freitag, 5. Mai 2017, 21:04

Genau das ist es, Jagdfreund. " Die verstehen ihr Geschäft" Darum handelt es sich. Riesige Einnahmen die für die Gehälter einger weniger in diesen Vereinen verbraucht werden. Und kann man auf die Tränendrüsen der Stadtmenschen drücken bekommt man Mitgliedsbeiträge und Donationen.
Grüsse und Weidmannsheil von Fredrik aus Schweden

36

Samstag, 6. Mai 2017, 16:29

Aus für die Baujagd

@Greven. - Genau. Und das müssen wir auch lernen. Auch wenn es uns nicht sehr sympathisch ist. Zur Zeit sind die die "Guten" und wir die "Bösen".

Motto: Wer ist hier wirklich brutal: Der Wolf , der 10 Schafe reißt oder der Jäger, der ein Reh schießt. ? Der Förster, der Bäume pflanzt oder der Biber, der sie reihenweise umlegt, Der Fischer, der eine Angel auswirft oder der Reiher, der Karpfen ansticht, dass sie stinkend im Teich verenden ? Die Bespiele lassen sich beliebig fortsetzen. Die Story von den ach so schützenswerten Räubern ist einfach eine Lüge.

@56 Berner. Aber ich stimme zu, wir müssen auch vor der eigenen Türe kehren: Schweine am Tag vor der Gatterjagd in Kisten ins Gatter bringen und dann mit der Schubraupe die geschossenen Sauen zusammenscheren wir Dreck - das muss sich aufhören. (Leider alles mit Fotos und Videos belegt) Das ist überhaupt nicht weidgerecht und Wasser auf die Mühlen der Jagdgegner.

Jagdfreund

37

Sonntag, 7. Mai 2017, 11:10

Aus für Baujagd

Naja. Wenn , wie in dem Video erwähnt wird nur ca 20 prozent der Füchse durch die Baujagd erlegt wird. dann passt es ja, wenn sie abgeschafft wird.

Hallo WAldkatze. Hab ich dich mit dem Hinweis auf Tierversuche in der Kosmetik vergrämt ? Wäre schade, ich finde es gut, wenn auch Frauen im Forum sind. Die Jagd ist zwar immer noch ein Männerklub, aber Frauen nehmen zu. Wir haben in unserer Jagdgenossenschaft seit ca 1 Jahr eine Frau dabei. Macht sich hervorragend als Jägerin. In OÖ hatten wir in der Genossenschaft eine Jägerin, die eine hervorragende Jagdhund-Züchterin war (immer noch ist). Wenn es wirklich schwierige Nachsuchen gab, haben wir sie geholt. Ihre Hunde (Deutsch Drahthaar) sind einmalig.

Jagdfreund

Pampam

Schwarzwildjäger

Beiträge: 412

Beruf: Pensionist

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38

Montag, 8. Mai 2017, 16:08

Ich habe diese Diskussion sehr interessiert verfolgt und habe schon gesschrieben, dass große Raubtiere wie Wolf und Bär leider bei uns keinen Platz mehr haben und möchte das nochmals präzisieren:
Diesen Tieren fehlt der Platz nicht, weil das die Jäger eventuell nicht wollen, nein, weil in großen Teilen von Österreich für diese Tiere kein artgerechter Lebensraum mehr vorhanden ist. Das Revier, welches ein männlicher Braunbären zum Überleben braucht, hat eine Größe ab 13.000ha und in kargen Gebieten wesentlich mehr! Ein Wolfsrudel benötigt mindestens 25.000ha, also ein doppelt so großes Revier wie ein Bär. Wo in Österreich sollen Wolf und Bär so ein riesiges, naturbelassenes und unbesiedeltes Gebiet finden. Also in Tirol und Vorarlberg kenne ich, außer im Hochgebirge ab 1.500m, gar keines, in dem Bär oder Wolf problemlos leben könnten. In Ober- und Niederösterreich kenne ich mich nicht so aus, aber ich glaube nicht, dass man dort noch so riesige Flächen, die noch dazu sehr dünn besiedelt sein sollten, finden kann. In Kärnten gibt es noch solche Gebiete an der Grenze zu Slowenien, aber auch dort gibt es genug Probleme.
Das beste Beispiel für völlig falsch verstandenen „Tierschutz“ sind ist das Aussetzten von Fischotter und Biber. Die Wiederansiedelung dieser vergleichsweise sehr kleinen Wildtiere ist aus oben genannten Gründen schon gescheitert, bzw. führt zu so großen Problemen, dass wir als Jäger in einigen Gebieten wieder zum Handkuss kommen und diese Tiere erlegen, bzw. wie von Politikern formuliert, dezimieren müssen, um enorme Schäden in der Land- und Fischereiwirtschaft oder auch in privaten Gärten abzuwenden, um somit von den Tierschützern wieder den Mörderstempel aufgedrückt zu bekommen.
Solche Projekte hätten nur eine Chance auf Erfolg, wenn wir auf den Tourismus, bzw. auf touristische Anlagen wie Lifte, die Massen von Menschen in die Natur befördern, verzichten und die freie Nutzung der Natur zu Freizeitzwecken verboten werden. Auch auf den Anbau unserer Ackerflächen, den Ertrag der Wälder, Obstgärten usw. müsste verzichtet werden. Somit müssten wir alle Nahrungsmittel wie Gemüse, Obst, Fleisch, Karpfen, Forellen usw. und auch Holz nur noch importieren. Mich würde in diesem Fall interessieren, wie die Tierschützer das verantworten, bzw.finanzieren wollen!
Aus diesen Gründen müsste doch der naivste „Tierschützer“ einsehen, dass eine Wiederansiedelung dieser Wildtiere, ob selbst eingewandert oder ausgesetzt, in keinster Weise möglich sein kann!

39

Montag, 8. Mai 2017, 17:57

Aus für Baujagd

Mich würde in diesem Fall interessieren, wie die Tierschützer das verantworten, bzw.finanzieren wollen!
Aus diesen Gründen müsste doch der naivste „Tierschützer“ einsehen, dass eine Wiederansiedelung dieser Wildtiere, ob selbst eingewandert oder ausgesetzt, in keinster Weise möglich sein kann!

Pampam, ich stimme dir absolut zu. Die Finanzierung interessiert allerdings diese "Tierschützer" gar nicht. Mein Eindruck ist, sie denken, ihre Projekte muss sowieso immer "der Staat" zahlen. Also jeder, nur nicht sie selbst. Sie glauben, darauf ein Anrecht zu haben, weil ihr Projekte ja so edel und gut sind.

In Wahrheit: Sie wollen ihr Hobby auf Kosten der Allgemeinheit finanziert haben.

Jagdfreund

40

Mittwoch, 10. Mai 2017, 22:21

Mein Eindruck ist, sie denken, ihre Projekte muss sowieso immer "der Staat" zahlen. Also jeder, nur nicht sie selbst.



Der Tierschutz (der sogenannte) steht ja über allen Interessen (siehe Westring in Linz). Wen du gegen die was sagst, ist es so als ob du gegen Ausländer oder Asylanten schimpfst, da bist automatisch a rechter!!!!

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