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1

Dienstag, 26. März 2019, 13:38

Jagen ohne Reviereinrichtung

Hallo Leute.

Mal abgesehen von den weiten Ebenen mit Felder bei uns.
Gibt es die Möglichkeit ohne fixe Reviereinrichtungen zu jagen?
Ich spreche da von einem Ansitzhocker und Pirschstecken etc.
Also alles was keinen echten Aufbau verlangt. Wo man in maximal 10min eingerichtet ist.
Ginge das bei euch?
Praktiziert es wer?
Die Verhältnisse müssen natürlich passen. Schuss Distanzen max. 100m. Hügelig für einen Kugelfang und ausreichend Deckung. Ich würde da heuer etwas verstärkt in die Richtung arbeiten.

Was ist eure Meinung dazu?

Beste Grüße

2

Dienstag, 26. März 2019, 14:05

Kann ich mir nicht vorstellen
Drei Stunden, - 5°C und Dreibein an der Kirrung. ;(
Wmh. franzl 54

Junges Weib und warme Betten, so manchen Bock das Leben retten !

Steht der Abzug richtig trocken, haut`s die Wildsau aus den Socken !

3

Dienstag, 26. März 2019, 14:32

Jagen ohne Reviereinrichtung

Da mir in OÖ lange Zeit ein Revier mit 300 ha praktisch alleine zur Verfügung stand, habe ich das auch probiert. Aber bald wieder bleiben lassen. DAs Revier hatte viel Gräben und Hügel, der Wind drehte oft und so saß man immer wieder im falschen Wind. Wie die Alten immer sagten "Ein Rever ist sehr schnell leer gepürscht".

Vor allem, wenn in einem Revier mehrere ausgehehn, halte ich diese Methode für schädlich. Ist zwar romantisch, aber meiner Meinung nach eher ein Problem.

Schon mit dem Sitzen auf einer offenen Leiter vergrämt man viel mehr Wild als man glaubt. Man sieht nichts, also heißt es "nichts gekommen". Dabei hat sich der Bock genau so leise und unsichtbar geschlichen, wie er gekommmen ist.

Jagdfreund

4

Dienstag, 26. März 2019, 16:54

Hallo.
Eure Einwände stimmen.
Würde aber mal Pirsch weglassen. Das meinte ich nicht.
Und auch nicht das dauernde Wechseln.
Sondern statt an dem Standpunkt einen Stand zu machen. Eben irgendwie zu improvisieren.

Diese winterfest Saukanzeln finde ich halt optisch nicht schön aber wer Beute macht, hat natürlich Recht.

Ganz ohne geht's nicht. Mal schauen was möglich ist.

Liebe Grüße

5

Dienstag, 26. März 2019, 18:55

Ich habe einen Ko!!egen, der waidwerkt schon jahrelang ohne Hochstand im Wienerwald.
Mit Unterlage und Tarnumhang aus dem Liegen vom Waldboden aus.

6

Dienstag, 26. März 2019, 19:01

Also wen keine Ansitzeinrichtung in der nähe ist dann stell ich mich einfach mit dem Auto hin. Das geht von Fuchs bis Sau, obwohl ich die Sau dann angepirscht bin.
Da kann es regnen ohne das man nass wird und man kann auch noch leise Radio hören.

Natürlich nur dort anzuwenden wo erlaubt.

7

Dienstag, 26. März 2019, 19:17

Ich habe so einen Primos gen 3 trigger stick dreibein. Damit ist man meiner Meinung nach sehr stabil unterwegs, es ist leicht und ich hätte kein Problem damit auf 100+ Meter ein Ziel anzusprechen.

g,

7
Dieses Posting wurde CO2 Neutral geschrieben...

8

Dienstag, 26. März 2019, 19:18

Jagen ohne Reviereinrichtung

Ich habe einen Ko!!egen, der waidwerkt schon jahrelang ohne Hochstand im Wienerwald.
Mit Unterlage und Tarnumhang aus dem Liegen vom Waldboden aus.

Ja, von so einem habe ich auch schon gehört in unserer Umgebung. (Wienerwald). Der legt sich angeblich stundenlang an die WEchsel und ist angeblich erfolgreich. Das muss man halt wollen - Bei Kälte und Nässe. ....

Jagdfreund

9

Dienstag, 26. März 2019, 21:51

Hab mich auch schon "gespielt

Wild kam gerne auf 250m.
Das war mir zu weit.
Und vom anderen Hochstand waren die Rehlein durch Jung wuchs verdeckt.

Also hab ich beschlossen ich muss hin.
Hab mich dann ins Feld auf meine Ansitz Decke gelegt und über den Rucksack geschossen.
Muss sagen das fühlte sich insofern wie jagen an. Weil ich nicht festgenagelt am Hochstand saß und die Umgebung und den Wechsel des Wildes nutze.

Daher würde ich das zukünftig da und dort nutzen...

Liebe Grüße

10

Mittwoch, 27. März 2019, 06:37

Also liegend, quasi von unten nach oben schießen - da gibts doch keinen Kugelfang, oder?

Mir gibt ein Schuss aus einer erhöhten/hohen Ansitzeinrichtung mehr Sicherheit v.a. was den Kugelfang betrifft als beim Pirschen oder liegend. Auch vom Auto aus kanns fatal enden. War bei uns in der Nähe vor gar nicht allzu langer Zeit mal.

Wir haben zusätzlich zu unseren fixen Hochständen eigentlich jede Menge Ansitzleitern, mit denen wir relativ flexibel sind. Manch stehen über Monate am gleichen Ort, manche werden öfter umgestellt. Je nach Situation.
Bei uns im Revier hat man eigentlich gute Erfahrungen. Ich persönlich sitze sehr gerne am Hochstand, nutze aber durchaus sehr häufig auch unsere "Sitzln".
Wmh
Thomas

11

Mittwoch, 27. März 2019, 09:11

Jagen ohne Reviereinrichtung

Mir gibt ein Schuss aus einer erhöhten/hohen Ansitzeinrichtung mehr Sicherheit v.a. was den Kugelfang betrifft als beim Pirschen oder liegend. Auch vom Auto aus kanns fatal enden. War bei uns in der Nähe vor gar nicht allzu langer Zeit mal.

DA gebe ich Hiermann recht. Viele bedenken das gar nicht. Kommt natürlich auf das Gelände an. Aber - wie schon geschrieben - ich stehe dieser Jagdform in unseren Breiten eher skeptisch gegenüber. Überall Häuser, Spaziergänger, sogar in der Nacht. Nachtwanderungen werden inzwischen modern. Einem Kollegen sind kürzlich 8 (acht) Wanderer um 1 Uhr Früh mitten im Wald vor die Kanzel gekommen. Mir selbst auf einer Alm um Mitternacht ein WAnderer mit Stirnlampe und voller Ausrüstung.

Jagdfreund

Cody_87

Jäger

Beiträge: 177

Beruf: technischer Angestellter im Bauwesen

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12

Mittwoch, 27. März 2019, 11:43

Ja- der Boom oder Hype zum Bushcraften/ Survival reißt nicht ab. An sich kein Problem, da sich einige schon mit der rechtlichen Situation auseinandersetzen. Leider ist es aber auch so, dass viele glauben, der Wald wäre uneingeschränkt nutzbar und sind sich möglicher Gefahren gar nicht bewusst.
So ähnlich wie das Phänomen, dass Fußgänger gar nicht mehr schauen, ob sich ein Fahrzeug nähert, wenn sie die Straße überqueren, da sich ohnehin der PKW Fahrer um die Sicherheit der Fußgänger zu scheren hat.


Mich würde pirschen ungemein reizen, aber ich bin da etwas paranoid und würde so etwas nur dann machen, wenn ich das Revier tatsächlich wie die Westentasche kenne und weiß, wo Wanderwege und Kugelfänge sind.

13

Mittwoch, 27. März 2019, 15:07

Jagen ohne Reviereinrichtung

Mich würde pirschen ungemein reizen, aber ich bin da etwas paranoid und würde so etwas nur dann machen, wenn ich das Revier tatsächlich wie die Westentasche kenne und weiß, wo Wanderwege und Kugelfänge sind.

Dazu noch einmal der Spruch: "Ein Revier ist schnell leer gepirscht". Auch da glauben viele, es wäre nichts da, weil sie nichts sehen. DAs Wild spürt uns aber meist viel früher als wir das Wild sehen. Für erfolgreiches Pirschen muss sehr viel passen. Und wenn der Wind so weht, dass uns das Wild vor uns nicht wahrnimmt, so wittert uns das Wild hinter uns umso mehr. ..........

Ich habe es selbst jahrelang praktiziert, weil es halt schön ist, durch den Wald zu schleichen. Aber Jagderfolg hatte ich zu 90 % beim Ansitz.

Jagdfreund

Cody_87

Jäger

Beiträge: 177

Beruf: technischer Angestellter im Bauwesen

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14

Mittwoch, 27. März 2019, 15:48

Da geb ich dir auf jeden Fall Recht,

Aber "pirschen gehen heißt auch pirschen stehen". Ich glaube schon auch, dass man bei ausreichend Geduld, wenn man entsprechend reglos an einem Ort verharrt, Anblick haben wird. Oder haben kann.
Pirschen ist für mich ja auch schon der möglichst lautlose Weg vom Fahrzeug zum Ansitz, Kanzel oder Erdsitz.

Vom Ansitz aus hat man halt schon wesentlich bessere Karten was den Kugelfang betrifft.

15

Mittwoch, 27. März 2019, 15:52

Wennst sehen willst bevor du selbst gesehen wirst dann leg dir eine Wärmebildkamera zu.
Im Wald hast eh fast immer Schatten und da kannst sie auch tagsüber einsetzen.

16

Mittwoch, 27. März 2019, 19:55

Hallo.
Es geht nicht explizit um Pirschen sondern darum den Bau von Reviereinrichtungen und deren Teilweise hässlichen Anblick zu vermeiden.
Wenn man das kann, finde ich das besser als 25 Kanzel auf 150ha die wie Wachtürme einer Festung samt Fensterscheiben und Metallgestell daherkommen.

Kugelfang ist sowieso bei jedem Schuss ein Thema. Und da gilt nur der Boden als sicher.

Man muss aber schon wissen wo man liegend schießt.
Man darf sich das nicht in der Panonischen Ebene vorstellen. Einfach drauf los.

Man kann das Gelände gut nutzen wenn man sich mal die Sache gut ansieht. leichtes Hügelland geht bereits.

Bei meinem Beispiel war es so...
Leicht erhöht in der Wiese und leicht bergab geschossen und hinten gings wieder Bergauf.

Pirschen halte ich für effektiv wenn man wirklich ganz konsequent die Pirsch Wege freimacht und sich daran hält.
Ich kenne jemand der schießt 50 Stück über den Stock beim Pirschen. Waldjagd und kein Schmäh. War 2 Jahre dort jagen wo er war.

Aber wie gesagt. Mir geht's nicht ums Pirschen sondern um improvisierte Stände.

Liebe Grüße

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