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1

Sonntag, 5. Mai 2019, 11:40

Wilderer in Tirol

https://tirol.orf.at/m/news/stories/2979613/

Und es gibt sie immer wieder...

2

Sonntag, 5. Mai 2019, 12:15

Wilderer

Ist natürlich abzulehnen. Aber wenn ich höre, dass Einheimische in Tirol als Jäger schon "Fremde in der Heimat" sind, dann könnte man fast ein gewisses Verständnis haben *idontknow
Ich wundere mich immer wieder, mit wie viel Geduld es die Einheimischen hinnehmen, dass sie in der eigenen Heimat nicht mehr jagen können. Gilt teilweise auch für das Nordburgenland. Ich finde, es müssste ein gewisses - erschwingliches - Mindestkontingent für einheimische Jäger geben. Ansonsten muss man ja in gewissen Gegenden schon vom kalten Entzug des Jagdrechtes der Einheimischen sprechen. Was zu viel ist, ist zu viel, meine ich.

Jagdfreund

3

Sonntag, 5. Mai 2019, 19:28

Würde sagen das ist ein anderes Thema...

Ob das klausel ist... Wird man nicht so schnell wissen...

Ob Regelungen diesbezüglich Veränderungen bringen könnten. Wohl kaum.

Die vermutlich häufigsten Gründe für Wilderer sind:
*Nervenkitzl
*Schadensfreude
*Feindschaft

Grundsätzlich war die Aktion mehrfach dumm:
Tatzeit: Abend
Tattag: Freitag

Der einzige Lichtschimmer: noch keine aktive Jagd auf Schalenwild in Tirol wenn mich nicht alles täuscht.
Dafür aber fast wieder zu knapp weil manche bereits intensiv ihren Wildbestand beobachten.

Noch wahrscheinlicher triffst keinen Jäger im Jagdgebiet an auf Zeit und Tag bezogen.

4

Sonntag, 5. Mai 2019, 22:47

A trächtige Geiss um de Jahreszeit zu erlegen hat für mich weder mit Wildererromantik, noch mit Rebellion gegen die jagdliche Obrigkeit zu tun, noch dazu habens sich mehr als deppat angstellt :D

wmh

5

Montag, 6. Mai 2019, 09:37

Wilderer

A trächtige Geiss um de Jahreszeit zu erlegen hat für mich weder mit Wildererromantik, noch mit Rebellion gegen die jagdliche Obrigkeit zu tun

So genau ist das in dem Bericht nicht gestanden, den ich gelesen habe. Aber wenn das so war, stimme ich WAldmeister und Nixon absolut zu.

Mir kommt halt bei solchen Gelegenheiten immer dieses Thema hoch: "Fremde in der Heimat". Sicher auch, weil es mich direkt selbst betrifft: Ich kann in der nordburgenländischen Gemeinde, aus der meine FRau stammt und in der ich seit 30 Jahren auch wohne (Nebenwohnsitz), nicht jagen. Obwohl meine Frau dort ein Feld besitzt und ihr Bruder einen kleinen Waldteil. Dabei würde es am Geld gar nicht scheitern. Aber die "hohen Herren" (zum Teil Adelige) sind sich zu gut, mit Einheimischen zu jagen. Bestenfalls dürfte man als Treiber gehen !

DAs ist für mich Mittelalter und gehört geändert.

Jagdfreund

KrumpenChris

Rotwildjäger

    Österreich

Beiträge: 488

Beruf: Automatisierungstechniker

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6

Montag, 6. Mai 2019, 10:08

Ich habe das (trächtige Geiß) auch nirgens lesen können...
DAs ist für mich Mittelalter und gehört geändert.
Klingt für mich auch so...

WMH,
Christian.

7

Montag, 6. Mai 2019, 10:48

Erklärt der Polizist im Video...!

Wie gesagt das ist ein anderes Thema.

Es ist nunmalso das Geld die Welt regiert und das die Anzahl der Jagdkarten bei Verringerung der Jagdfläche steigen...

Beides nicht optimal um dort zu jagen wo man möchte.


Aber wie gesagt. Anderes Thema. Hier waren einige Leute involviert die scheinbar weder einen guten Plan noch großartig jagdliche Erkenntnisse hatten.

Ein Wilderer von früher hatte wohl sehr gute Kenntnisse, da jeder Versuch ein Risiko darstellt sollte die Erfolgsquote dann hoch sein.

Beste Grüße

8

Montag, 6. Mai 2019, 14:08

Wilderer in Tirol

Auch bei uns gibt es noch Wilderer, sogar amtsbekannt und doch noch nie auf frischer Tat ertappt. Aber das mit dem Jagern in der Heimat hat schon auch etwas mit den Pachtpreisen zu zu tun. Es dürfte einem Handwerker oder Angestellten schwer möglich sein, für ein Revier eine Pacht von mehreren tausend Euro aufzubringen. Es gibt nun allerdings die Möglichkeit bei den Bayerischen Staatsforsten einen Pirschbezirk zu beantragen. Hier werden dann zwischen 800- 1500 Euro pro Jahr fällig, die dann bei erreichtem Abschuss zum Teil wieder rückvergütet werden. Aber Du bist halt dem Diktat der Forstverwaltung und deren rigorosen Abschussplan- Erfüllung unterworfen, und jeder mag das halt auch nicht.

Wildern hat aber nichts, aber auch garnichts, mit Heimat -(Romantik) zu tun.

Toni
Jagatoni

9

Montag, 6. Mai 2019, 16:40


....
Wildern hat aber nichts, aber auch garnichts, mit Heimat -(Romantik) zu tun.

Für mich hat das auch nichts mit Romantik zu tun sondern ist ganz einfach wie Stehlen.

g,

7

10

Montag, 6. Mai 2019, 23:38

Bei den mittelalterlichen Verhältnissen von denen Jagdfreund schreibt, würde ich auch wildern gehen. Ganz im Ernst. Und wenn auch nur
um die "hohen Herren" zu ärgern.
Grüsse und Weidmannsheil von Fredrik aus Schweden

11

Dienstag, 7. Mai 2019, 10:28

Wilderei

Bei den mittelalterlichen Verhältnissen von denen Jagdfreund schreibt, würde ich auch wildern gehen. Ganz im Ernst. Und wenn auch nur
um die "hohen Herren" zu ärgern.

Danke Greven, für dein Verständnis ! Ich gehe natürlich in meiner zweiten Heimat nicht wildern. Ich kann mir zum Glück leisten, wo anders zu jagen. Aber es schmerzt mich immer, wenn ich in meiner zweiten Heimat durch die Auwälder streife und weiß, dass ich und die Einheimischen da nicht jagen dürfen, weil einige "hohe Herren" das für sich um viel Geld gepachtet haben. Noch dazu jagen die in einer Weise, dass mir das Grausen kommt.

Jagdfreund

12

Dienstag, 7. Mai 2019, 14:44

Hallo Jagdfreund,

dafür haben die "hohen Damen und Herren" ja ihre Jagdgehilfen, die dann das was diese Gesellschaft angestellt hat wieder gerade biegen. Aber ganz ehrlich, muss man den Großen alleinige Schuld zu schieben? Wenn die Grundeigentümer (Jagdgenossen) mit ihren Pachtforderungen auf dem Boden blieben, könnten auch Ottonormalbürger, wie Du und ich, sich eine bescheidene Jagd leisten. Ich hatte in meinem Heimatort ene 11oo ha Jagd gepachtet und der Pachtpreis betrug € 8000,--/pa. zzgl Jagdessen. Aber meine Jagdgenossen hatten immer ein offenes Ohr für mich und waren auch bei "Wildschäden" nicht kleinlich. Bei mir durften 2 Jagdaufseher und 2 Gäste (unentgeltlich) mitjagern.

13

Dienstag, 7. Mai 2019, 15:17

Wilderer

Aber ganz ehrlich, muss man den Großen alleinige Schuld zu schieben? Wenn die Grundeigentümer (Jagdgenossen) mit ihren Pachtforderungen auf dem Boden blieben, könnten auch Ottonormalbürger, wie Du und ich, sich eine bescheidene Jagd leisten.

Toni, da hast du absolut recht. Es spielt alles zusammen: Die allgmeine große Gier und Rücksichtslosigkeit ergibt ein Gemisch, wo die gute Mitte, das "Leben und leben lassen" auf der Strecke bleibt.

Und natürlich sind nicht alle "Großen" nur negativ zu sehen. Überall gibt es solche und solche.

Ich versuche, es auf den Punkt zu bringen: ich wünsche mir eine Regelung, die es verhindert, dass Einheimische durch "ausländisches" Geld vollständig aus der Jagd in ihren Heimatgemeinden verdrängt werden. Das wird ja auch beim Grundeigentum diskutiert oder beim Kauf von Häusern etc. Alles mit Maß und Ziel.

Jagdfreund

14

Dienstag, 7. Mai 2019, 18:21

Dann kannst aber die EU gleich abschaffen bei deiner Vorstellung ..
Falls du unter Ausland "Nicht-Österreicher" siehst.
Tiroler vermutlich schon Nicht-Tiroler...

15

Dienstag, 7. Mai 2019, 18:34

Wenn man als Auswärtiger Pächter den Einheimischen keine Chance zum Jagern gibt, hast es bei uns gottseidank schwer :D 8)

16

Dienstag, 7. Mai 2019, 19:58

Das Problem ist ja schon, das die Grundeigentümer sehr oft schon gar keine Einheimischen sind und daher auch kein Interesse am verpachten an hiesige Jäger hat.
Bei uns in der Ortschaft gibt es noch ca. 5 Bauern. Grundbesitzer der örtlichen Jagd sind aber mehr als 100 Verschiedene, wobei die dann wieder teilweise den Grund verpachtet haben.

17

Samstag, 11. Mai 2019, 12:44

Jagd für Einheimische

Das Problem ist ja schon, das die Grundeigentümer sehr oft schon gar keine Einheimischen sind
Ja, das kommt auch noch dazu. Die Änderungen der Wirtschaft betreffen natürlich auch die Jagd. Vielleicht wird es deshalb umso wichtiger, darauf zu achten, dass die Einheimischen nicht völlig aus der Jagd verdrängt werden. Ich vermute, es betrifft bisher eh "nur" bestimmte Gebiete. Aber man sollte achten, dass es nicht zu weit geht, glaube ich. Sonst heißt es irgendwann: "Jäger, das sind die Grokopferten aus ....."
Jagdfreund

18

Mittwoch, 15. Mai 2019, 14:44

Jagd in den Medien - heute im Kurier

https://kurier.at/wirtschaft/warum-die-j…t-ist/400494190
Im heutigen Kurier (Kurier.at) findet sich ein zweiseitiger ARtikel über die Jagd. Zahlen über Jagdkartenbesitzer in Europa, Wirtschaftsfaktor Jagd etc. Vermutlich von den BF gesponsert, weil der für die Jagd zuständige Mann sich prominent äußern darf und mit Foto vertreten ist. (Das übliche Jammern über den Verbiss). .............
Jagdfreund

KrumpenChris

Rotwildjäger

    Österreich

Beiträge: 488

Beruf: Automatisierungstechniker

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19

Donnerstag, 16. Mai 2019, 08:49

Danke Jagdfreund...

Da gebe ich dir recht. Und irgendwie ist das Interview einfach nur "leer". Für mich ohne wirkliche Aussage.

WMH,
Christian.

20

Donnerstag, 16. Mai 2019, 09:36

Jagdartikel im Kurier

Und irgendwie ist das Interview einfach nur "leer". Für mich ohne wirkliche Aussage.

Stimmme dir zu. Der ganze Artikel "riecht" nach bezahlter WErbung. Das hätte man geschickter machen können. Wenn man lange genug in den Medien gearbeitet hat, kann man sich vorstellen, wie das abgelaufen ist: Ein allgemeiner ARtikel über die Jagd - ohne besonderen Anlass - damit diejenigen, die bezahlen, sich und ihre Ansichten präsentieren können. Da der DAchverband Jagd nicht vorkommt, nehme ich an, der ARtikel wurden nur von den BF finanziert. Ansonsten ist es nämlich ein journalistisches "Gesetz", dass auch die Gegenmeinung zu Wort kommt. (zum Thema Verbiss).

Na ja. Das ist heute leider ständig so. Andere Medien als der Kurier treiben es da noch viel ärger.

Jagdfreund

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