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41

Montag, 6. Dezember 2021, 08:46

Der kleine BGS ist herzig!
Aber um ehrlich zu sein sind die ganzen Schweißspezialisten bei uns arm. Die Nachsuchen halten sich in Grenzen.
Solche Hunde gehören meiner Meinung nach in Händen von Schweißhundeführern welche große Gebiete für Nachsuchen zur Verfügung haben.
Will ihn dir auf keine Art schlecht reden - nur so meine Meinung dazu!
Wünsche dir aber alles gute mit dem kleinen Racker und viel Spaß bei der Jagd!

Zu den Münsterländern kann ich folgendes sagen.
Wir sind sehr viel auf Hundekursen unterwegs. Da hier auch sehr viele verschiedene Rassen auftauchen kann man sich ein wenig ein Bild machen.
Ich persönlich finde den großen Münsterländer angenehmer. Sie arbeiten ruhiger und ausgeglichener. Die kleinen sind oft recht "aufgeladen" und haben öfters mal ihren eigenen Kopf.
Jagdlich sind beide Rassen meiner Meinung nach sehr gut.
Wir haben Mutter und Tochter daheim. Sehr familienfreundlich, sehr verschmust, haben einen unheimlichen Finderwillen, apportieren für ihr Leben gerne, sin sehr hartnäckig wenn es darum geht krankes Wild zustande zu bringen, haben eine gesunde Raubwildschärfe, ungeheure Wasserpassion, leichtführig da sie auch sehr gefallen wollen und haben schrecken auch vor Dornenverhauen nicht zurück.
Jeder wird die Rasse loben welcher er selber führt sonst würde ja einiges schief laufen ;) 8)

Bei uns waren die Kriterien:
- familienfreundlich und wir müssen sie überall hin mitnehmen können
- vielseitig einsetzbar
- gesunde Raubwildschärfe da ich ja sehr viel Raubwild jage

Sind durch Zufall an unsere Hündin gekommen obwohl wir uns erst mal Zwinger und Züchter anschauen wollten.
Die Entscheidung sie zu nehmen war jedoch mehr als richtig und wir bereuen keine Sekunde.


Den ersten Hund selber abführen wirst du zwar schaffen, aber ob du dann wirklich auch zufrieden bist ist eine andere Frage.
Ich persönlich würde immer auf einen Kurs gehen. Alleine schon weil jemand anderer den Hund sieht und Dinge erkennt welche du vielleicht als Führer nicht siehst.
Hilft dir so sicher viel schneller um weiter zu kommen.



Danke für deine fachliche Meinung :)
Ich weiß ja was du und deine Partnerin für Arbeit in die Hunde reinsteckt und wie viel Erfahrungen ihr schon machen konntet.
Hut ab!

Abgesehen von der Rasse, ich habe bereits mehrmals angerfragt beim Breichsleiter Jagdhunde des Landesjagdverbands und hier wurde ich leider immer wieder aufmerksam gemacht dass durch Corona derzeit nichts möglich ist.
Würde aber sehr gerne allein wegen der Sozialisierung in einem Kurs sein - nur halt dann auch viel "alleine" zuhause üben....

Da du ja Profi bist - darf ich dir eventuel mal die Seite des Züchters schicken welche ich favorisiere? Damit du eventuell eine Einschätzung abgeben kannst?

Danke!
Waidmannsheil

42

Montag, 6. Dezember 2021, 08:58

Also ich denke das ist falsch. Soviel ich weiß ist die Jagdhundeausbildung auch im Lockdown erlaubt. Und auch der Lockdown wird vorbeigehen und dann sind Hundekurse überhaupt kein Problem.
Meine Info ist vom NÖ Jagdverband, sollte aber Österreichweit gleich sein.

Ausbildung von Jagdhunden:
Kurse zur Ausbildung von Jagdhunden sind von der Systemrelevanz umfasst und können im Freien, unter Einhaltung der Abstände zwischen haushaltsfremden Personen abgehalten werden. Es gilt die 3-G-Pflicht. Wir empfehlen auch hier einen 2-G-Nachweis. Bei Zusammenkünften ist eine FFP2-Maske zu tragen, sofern nicht alle Personen einen 2-G-Nachweis erbracht haben.

43

Montag, 6. Dezember 2021, 09:04

Sehr geehrter Herr XXX!

Momentan sind mir keine Kurse (Welpen -od. Junghundekurse) in der näheren Umgebung bekannt. Man muss die Corona Pandemie abwarten. Auch seitens der Rassevereine gibt es nur vage Vorschauen auf Prüfungstermine. Natürlich können Sie sich in dieser angespannten Zeit auf einen Jung Hund vorbereiten. Es gibt sehr viel alte und neue Literatur über Haltung und Abrichtung der Jagdhunde. Sollten Sie bereits eine bestimmte Rasse im Auge haben, dann erkundigen Sie sich bei dem Rasseverein bezüglich Welpen Ankunft und Züchter. Jeder Hundeführer wird Ihnen sicher gerne Auskunft über die anstehende Hundearbeit geben. Auch die Bezirksjagdhundereferenten helfen sicher weiter.

Ich hoffe, dass ich Ihnen momentan helfen konnte.

Mit freundlichen Grüßen und Waidmannsheil

XXXX


Das ist das Statement seitens meines Jagdverbandes und Jagdhundereferenten!
Waidmannsheil

44

Montag, 6. Dezember 2021, 09:23

Da steht ja nicht, dass nichts Möglich ist. Er weiß nur im Moment keinen Kurs in der Umgebung. Oft sind das kleinere Gruppen die sich zusammentuen.
Üblicherweise beginnen die Kurse im Frühjahr, ich werde dann mit meinem bald 1 Jährigen MVD auch einen Kurs besuchen. Muss noch schauen, wo sich was ergibt, das letzte Mal war ich ja in deiner Nähe und war ganz zufrieden. Weiß aber nicht, wie es jetzt (unter neuer Führung?) aussieht.

45

Montag, 6. Dezember 2021, 09:40

Alles klar - dann habe ich dies nur falsch aufgefasst :)
Danke für den Hinweis.
Waidmannsheil

46

Montag, 6. Dezember 2021, 10:27

Kurse werden abgehalten.
Im Bgld vielleicht die vom Landesjagdverband nicht aber bei uns in NÖ finden sehr wohl Kurse statt - jetzt ist nur bei einigen "Winterpause" da die Vortragenden auch mal selber jagen gehen wollen.

47

Montag, 6. Dezember 2021, 11:05

Kurse werden abgehalten.
Im Bgld vielleicht die vom Landesjagdverband nicht aber bei uns in NÖ finden sehr wohl Kurse statt - jetzt ist nur bei einigen "Winterpause" da die Vortragenden auch mal selber jagen gehen wollen.


Alles Klar Danke!

Dann weiß ich bescheid - im BGLD ist momentan alles komisch...
Waidmannsheil

48

Montag, 6. Dezember 2021, 11:59

Momentan? ;-)

49

Montag, 6. Dezember 2021, 12:01

Momentan? ;-)


Hahah :) das bringt mich jetzt zum lachen - aber muss ich dir recht geben :P
Waidmannsheil

50

Sonntag, 12. Dezember 2021, 00:56

Ein Dackel würde mir auch gefallen, aber ich weiß ich bin viel zu weich für einen Dackel. Einem Erstlingsführer würde ich keinen Dackel empfehlen. Aber alles ist Möglich.


Der Dackel braucht keine Härte sondern Konsequenz und der Führer Geduld. Für einen Erstlingsführer kein Problem, wenn er konsequent ist. Weil der Dackel aber ein sturer Deifi ist, brauchst neben Konsequenz auch viel Geduld, aber niemals "Härte" sonst ist er beleidigt und Dackel können sehr beleidigt sein. Wobei streng genommen Konsequenz bei jeder Rasse das Wichtigste ist. Der Dackel ist aber sehr kinderfreundlich, relativ anspruchslos und mit normalen Gassi-Runden auch sehr begnügsam,

Es heißt so oft, "nimm dir einen Allrounder"....., aber was bitte heißt das? Die Vorsteher werden als Allrounder gesehen und sind weit verbreitet. Aber was führen sie für ein "jagdliches" Leben in heutiger Zeit? Sicher oft genug kein ausgelastetes Leben, aber sie sind hinsichtlich ihrer Bewegungsfreudigkeit sehr anspruchsvoll. Mit einem DDH kannst locker ne Stunde Radl fahren am Tag und der hätte noch Power für zwei weitere Stündlein. Wo hat es noch so gute Niederwildbestände, dass diese typischen Allrounder (eigentlich Niederwildjäger) tatsächlich ausgelastet sind?

Wo werden Bracken, DW, etc.. heute überwiegend eingesetzt? Bei Bewegungsjagden und das sind drei bis vier Monate im Jahr auf ein paar Terminen, je nachdem, wie gut einer vernetzt ist und wie oft einer eingeladen wird. Wie soll man die Hund das restliche Jahr auslasten? Ein bissl Wasserspiele und Apportierübungen, Totsuchen, einfachere Nachsuchen... Hast jetzt einen Schweißhund, trittst halt Fährten.

Genau genommen wäre der Dackel der beste Hund für "normale" Jäger ohne besondere jagdliche Aufgaben bzw. Möglichkeiten, aber einen Dackel muss man auch wollen. Will einer jetzt keinen Dackel, ist es eigentlich wurscht, was er nimmt, denn im normalen jagdlichen Umfeld ist jeder jagdlich passionierte Hund unterfordert, also muss man sich was einfallen lassen. Sprich, kauf einen Hund nur wenn du Zeit hast oder ihn in die Arbeit mitnehmen kannst bzw. du eine Familie hast, bei der er tagsüber gut gelitten bleiben kann, dann aber einen, der dein Herz berührt. UND!!!! Die ganze Familie muss hinter dem Hund stehen und ihn mögen, d. h. die Rasse sollte in der Familie Gefallen finden. Hunde merken sofort, wenn ein Rudelmitglied auf Abstand geht. Sie wollen von allen Rudelmitgliedern gleichermaßen geliebt u. akzeptiert werden. Das funzt a la longue aber bloß, wenn allen die Rasse zusagt und gefällt, denn ein Hund gehört in die Familie und nicht in den Zwinger.
WMH und Ho´ Rüd´ Ho´
Eibenschnitzer

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«Wer nicht liebt Wein, Weib, Gesang, der bleibt ein Narr sein Leben lang.»
[ Johann Heinrich Voss (1751-1826)]

51

Sonntag, 12. Dezember 2021, 07:42

dem kann ich voll zustimmen.

Wir haben einen Rauhaardackel - ich wollte nie einen, weil er meiner Meinung nach kein richtiger Hund war (weil zu klein) - also meiner Tochter zuliebe angeschafft.

Er ist der beste Hund den wir je hatten - voller Familienhund - auch für unseren Jagdbedarf, den ich als durchschnittlich bezeichne (also geringe tatsächliche Auslastung) bestens geeignet. Er ist voll gescheit - aber stur. Beim Erziehen brauchst die volle Konsequenz - Härte eher nicht.

Das beste am Dackel ist, du kannst ihn mit auf den Hochstand nehmen. Er ist immer bei mir beim Jagen, ganz egal was ich mache. Er ist keiner von den Hunden, die immer im Auto bleiben müssen, da ja das Ablegen unter dem Hochstand meist nicht funktioniert, weil die Hunde zu schlecht erzogen sind.

Auch im täglichen Leben ist er voll problemlos, er hat geringe Ansprüche. Es ist bei mir beruflich möglich, dass er praktisch den ganzen Tag bei mir sein kann.

Karli

52

Sonntag, 12. Dezember 2021, 11:01

ERster Jagdhund

Ähnliches wie über den DAckel könnte ich über den Foxterrier berichten. .......... Er war für meinen Vater und meinen Onkel ab 70 der ideale Hund. Konnte vor allem auch leicht ins Revier nach Ungarn mitgenommen werden und war bei der Nachsuche auf Sauen sehr hilfreich. Es war direkt rührend, wie die beiden Pensionisten mit Ihren Foxln zusammen gelebt und gejagt haben.

Jagdfreund

53

Sonntag, 12. Dezember 2021, 15:02

Vielen Dank für die Meinungen....

Ich sehe das ähnlich...der Dackel ist wohl relativ begnüngsam mit Gassirunden und leichter zu händeln....

Habe bereits einen vielversprechenden Züchter der einen Abwurf im Herbst / Winter 22 plant...ein D Wurf....

Mal sehen :-)
Waidmannsheil

54

Mittwoch, 15. Dezember 2021, 07:27

Habe bereits einen vielversprechenden Züchter der einen Abwurf im Herbst / Winter 22 plant...ein D Wurf....

Werden die dann aus dem Flugzeug abgeworfen? :P

Spass beiseite, ich führe seit 8 Jahren eine Rauhaardackelhündin als Erstlingsführer. Vorher habe ich noch nie großartig etwas mit Hunden zu tun gehabt.
Ich habe Bücher gelesen und mich im Internet informiert und alles hat sich soooo einfach angehört. War es aber nicht :!: Aber da muss man selber draufkommen.
Mein Hund begleitet mich so ziemlich immer zur Jagd mit und kommt auf den Hochsitz. Frei laufen lassen kann ich sie leider nicht lassen weil sie dann mitunter stundenlang unterwegs ist,
weil sie muss dem Herrchen ja was jagen. Hört man auch schön am spurlaut.
Für Stöberjagden natürlich ideal, da weiträumig und selbstständig gejagd wird. Nur das Gelände muss hier mitspielen.
Schweiss ist für den Dackel kein Problem, Baujagd sollte man mit einem erfahrenen Baujäger zusammen lernen (eher Führer als Hund).
Die Kinder in der Ortschaft haben die größte Freude mit dem Hund, was auch wichtig ist. Ansonsten wird bei Fremden, die auf den Hof kommen natürlich brav gemeldet.

Fazit: Für mich ist ein Dackel ein optimaler Jagdbegleiter und Familienhund.

Wmh :mrgreen:

Wer nicht liebt Wein und Weiber,
der wird niemals Jäger, bleibt immer Treiber.

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