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Dienstag, 12. Mai 2020, 21:21

Wirkung auf Wildbret

Ich habe nun 22Stk Jährlinge und Schmalgaißen zwerwirkt und vermarktet, lief wirklich gut, jetzt habe ich aber eine Zeit lang genug davon.

Nachdem ich das 3te oder 4te Stück vom Wildkeller geholt habe, fiel mir bei zwei identen Stücken (in etwa 12kg) auf, dass der Einschuss exakt an der gleichen stelle ist wie beim Anderen, Ausschuss ebenfalls. Beim einen jedoch merkbar größer und auch offensichtlich (beim verarbeiten stellte sich das Gegenteil heraus) "wildbretzerstörender".
Daraufhin habe ich beide Jäger nach Entfernung, Geschoss und Kaliber gefragt und hab mir dann vorgenommen, alle Stücke zu "dokumentieren", nur rein aus Interesse.
Dies möchte ich hier mit euch teilen, soll rein als Information dienen, ich möchte keine Kaliber Diskussion los treten. Die meisten jäger konnten mir dann beim Geschosstyp nur das ungefähre Gewicht nennen.

Wie gesagt der eine mit dem schein bar "schlechterem" Schuss war eine 30,06er, irgend ein 10 Gramm Geschoss, Entfernung ca 80Meter: Kammerschuss, "Lupenreiner 10er" Nur die Federn musste ich ein wenig abputzen, -geringe bis gar keine Verluste.
Das Andere war eine 243er, ein Bleifreies Geschoss mit 5,2Gramm, Distanz an die 140 Meter, ebenfalls Kammerschuss, Ausschuss nur so groß wie ein Euro. Siehe da: Einschussseite sogar am Vorerlauf extrem Blut unterrannt, Ausschusseite ebenfalls, hier habe ich vom Vorederlauf einiges wegschneiden müssen - Verluste hielten sich in Grenzen.

-7 Stk hatte ich mit einem Weichschuss, hier war kaliber und Geschoss komplett egal, bei allen keinerlei Verluste.
-wieder eine 243er, jedoch mit einem Kegelspitz 6,2 Gramm, Entfernung um die 50 Meter Einschuss Kammer eher Vorne, Ausschuss am linken Vorderlauf- Dieser war komplett zu entfernen, der rechte ein wenig -Verluste hier schon ein wenig mehr
-1 Stück mit 30 06 irgend ein 12 Gramm Geschoss, Entfernung an die 100 Meter- Der Rücken durschossen, sah auf den ersten Blick aus, als ob der ganze Rücken zum Entfernen wird- Jedoch- siehe da, beide Rückenteile löste ich aus und es war jeweils eine 3-5cm dicke Scheibe zum Entfernen, der Rest dieses Stückes war nicht ein Hämatom oder sonst etwas.
-3 Stück mit eine 223 (jeweils vom Gleichen Schützen) ein 2,3Gramm bleifrei Geschoss------------Diese Stücke hätte ich am liebsten als Ganzes in die TKV Tonne geschmissen!!! Nein, ich war natürlich von den vorherigen "verwöhnt" Aber wennst diese Stücke die Decke abziehst, glaubst du, du hast jetzt eine dunkelrote Katze hängen. Hämatome über Hämatome Interssanterweiße auf beiden Seiten, -Hier wirklich einiges an Verlust, zieht sich wirklich über das ganze Wildbret
-5 Stücke hatte ich noch mit Bleifreien Geschossen, diese waren aber lupenrein
-3 Stück (meine 3) habe ich mit 6,5x57 6 Gramm TMS erlegt, ein Trägerschuss, die anderen waren zwei Kammeschüsse. Bei Beiden konnte ich an der Ausschussseite Hämatome feststellen hielt sich in Grenzen, bin aber im Gegensatz zu manch anderen Geschossen nicht zufrieden damit. Verlust hier ebenfalls vernachlässigbar bis gar nichts.

Im Großen und Ganzen würde ich behaupten, dass ich von 22 Stk keine 5 Kg verwertbares Fleisch auf Grund eines schlechten Schusses oder wegen einer schlechten Wirkung entsorgen haben müssen. Der größte Schaden entsteht rein da, wenn schlampig aufgebrochen und so gut wie gar nicht ausgewaschen wird!!!

WMH, Martin

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Dienstag, 12. Mai 2020, 22:44

Wirkung auf Wilpret

Herzlichen Dank für diesen Beitrag ! Finde ich hochinteressant, weil es in unserem Revier ständig Diskussionen über das "richtige, "beste" Geschoss für das Wilpret gibt. Eine Diskussion, die mich nervt, weil ich das Gefühl habe, dass hier immer wieder Äpfel und Birnen verglichen werden. GEstern war eine bestimmmte Geschoss noch "super", plötzlich nicht mehr. .........

Wäre sehr an weiteren Beiträgen dazu interessiert.

Jagdfreund

Eichelhäher

Zukunftshirsch

    Österreich

Beiträge: 948

Beruf: Maschinenbautechniker

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Dienstag, 12. Mai 2020, 23:41

Finde den Beitrag auch super besten Dank! *cool
Und wie Jagdfreund sagt es werden teils so sinnlose Diskussionen darüber verschwendet!
Schon oft anstrengend alleine diese kaliberdiskusionen !Jeder macht irgendwie seine Erfahrungen, der eine schwört auf bleifrei der andere verurteilt es usw usw !
Am besten muss jeder selbst entscheiden welches geschoss er verwendet!Es ist nämlich die Schmerzgrenze von jeden anders!Für den einen ist ein 1 euro großer auschuss mit ein wenig unterlofen hinter dem Blatt schon eine tragödie! :rolleyes: Mann darf auch nicht unterschätzen wieviel Hämatome durch bergen und liefern entstehen,weil teils nicht mit Ehrfurcht vor dem erlegten wild umgesprungen wird!Ich würde weitere Berichte auch sehr interessant finden!

Wmh #Respekt

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Mittwoch, 13. Mai 2020, 00:32

Ich kann nur recht wenig dazu beitragen da ich noch JJ bin und sicherlich nicht annähernd so viel Wild erlegt habe wie einige von Euch.

Habe mich aber bei der Munitionsfrage und Geschossfrsge vor einiger Zeit recht intensiv beschäftigt (grossteile Theorie teils auch Praktisch.

Was mir so im groben hängen geblieben ist, war dass eher schwere und "langsamere" Patronen bzw. Geschosse weniger zu Hematomen neigen. Dies konnte ich auch in der Praxis bestätigen. ( Ist aber sicherlich kein Referenzwert da ich recht wenig erlegt habe.

Denke da kann man erst ab 50+ Stücken ein ordentliches Fazit ziehen.

Die Geschosswahl ist meiner Meinung nach sehr individuell, da hat jeder andere Ansprüche und ich meine auch dass jedes Kaliber trotz des selben Geschosses anders wirkt...
Waidmannsheil

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